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12:54 19.12.2018
Kassel

"Ruhiges Regieren ja, aber jetzt könnten sie auch Akzente für das Land setzen", sagte der Wissenschaftler an der Universität Kassel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei in der vorigen Legislaturperiode viel zu kurz gekommen. Als Beispiel nannte er die Entwicklung der Digitalisierung insbesondere im ländlichen Raum. Bei diesem besonders wichtigen Thema hingen Deutschland und Hessen zurück.

Die Grünen hätten jetzt gute Chancen, mit den Zuständigkeiten für Wissenschaft, Soziales, Verkehr, Unternehmen und Umwelt der CDU auf die Sprünge zu helfen. "Es ist gut, dass jetzt Hochschulen und Wirtschaft in einer Hand sind", sagte Schroeder mit Blick auf die enge Vernetzung der Hochschulen mit der Wirtschaft.

Die Verteilung der Ministerien zwischen Grünen und CDU hält Schroeder für angemessen. Die Grünen seien gut beraten, nicht das Kultusministerium übernommen zu haben. "Das ist doch das Starkstromkabel dieser Landesregierung." Verkehrs- und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) sei sowohl mit dem Zuschnitt seines Ministeriums als auch mit der größeren Zahl der Ministerposten für seine Partei deutlich gestärkt. Al-Wazirs Ministerium ist künftig komplett für Wohnungspolitik zuständig.

dpa

Der Branchenverband Bitkom hat die künftige schwarz-grüne Landesregierung aufgefordert, das neue Ministerium für Digitale Entwicklung ausreichend auszustatten.

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Die Bildungsgewerkschaft GEW erhofft sich von dem künftig Grün-geführten Wissenschaftsministerium in Hessen Änderungen bei der Befristungspraxis im Mittelbau der Hochschulen.

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Der Bund der Steuerzahler hat die Einigung der neuen Landesregierung auf ein zusätzliches Ministerium kritisiert. "Das Thema Digitalisierung ist ja wichtig und kann auch ein eigenes Ressort sein, aber müssen es dann elf Ministerien plus Ministerpräsident sein?", sagte der Sprecher des Bunds der Steuerzahler Hessen, Moritz Venner, am Mittwoch in Wiesbaden.

19.12.2018