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Politik Main-Kinzig-Kreis will Hanau nicht an Kreisfreiheit hindern
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13:29 31.08.2018
Gelnhausen

Nur ein Angeordneter votierte nach Kreis-Angaben dagegen; die Stimme kam vom ehemaligen Vize-Landrat Günter Frenz (CDU). Er halte den Hanauer Alleingang für einen falschen Weg - in Zeiten, in denen Strukturen eher zusammengehalten werden sollten. Vor der Abstimmung gab es zwar eine lebhafte, teils kontroverse Aussprache zum Thema, doch letztlich wollte die Mehrheit den Hanauern keine Steine in den Weg legen.

Das Land Hessen ist nun gebeten, die Federführung beim anstehenden Gesetzgebungsverfahren zu übernehmen. Zudem sollen objektive Daten erhoben werden, welche Auswirkungen der Hanauer Entschluss für die Kommune und den Kreis haben könnten. Für das anstehende Prozedere gebe es keine Blaupause, sagte ein Kreissprecher. Es sei einmalig, dass eine Stadt wie Hanau, die ohnehin schon über besondere Verwaltungsbefugnisse verfüge, kreisfrei werden wolle.

Die Stadt Hanau hatte am 20. August beschlossen, nicht mehr zum Main-Kinzig-Kreis gehören zu wollen und strebt die Kreisfreiheit an, um ihre Belange selbst zu regeln. Die Eigenständigkeit der mehr als 99 000 Einwohner zählenden und stark gewachsenen Kommune wird zum 1. April 2021 ins Auge gefasst. Bislang gibt es in Hessen mit Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Kassel fünf kreisfreie Städte.

Formell handelt es sich bei einer möglichen Herauslösung der Stadt Hanau aus dem Kreisgebiet um eine Grenzänderung nach der Hessischen Landkreisordnung. Sie bedarf eines Gesetzes. Der Landkreis muss darüber abstimmen.

dpa

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