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Politik 100 Kurden protestieren gegen Angriffe in Syrien
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13:23 11.03.2018
Frankfurt

In Frankfurt haben in der Nacht zum Freitag Dutzende Kurden gegen neue türkische Angriffe in Syrien demonstriert. Die Demonstration war spontan und nicht angemeldet, ist aber friedlich verlaufen und musste somit nicht aufgelöst werden, wie die Polizei mitteilte. Die Kurden - nach Angaben der Polizei waren es etwa 100 - zogen vom Hauptbahnhof über die Kaiserstraße und den Roßmarkt bis zur Hauptwache.

Auch in anderen Bundesländern gab es solche Proteste: in Bonn, Bielefeld, Duisburg, Essen, Dortmund, Minden, Berlin, Hannover und Hamburg. Die Demonstranten versammelten sich meist einige Minuten nach Mitternacht auf Bahnhofsvorplätzen. Es waren Sprechchöre zu hören, Fahnen wurden geschwenkt. Nach einer Stunde waren die Demonstrationen meist beendet.

Am späten Donnerstagabend hatten türkische Truppen die Stadt Afrin mit Artillerie beschossen und dabei nach kurdischen Angaben auch auf einen Menschenkonvoi gezielt. "Überall ist Afrin. Überall ist Widerstand", riefen die Demonstranten in Hannover, wie es hieß.

Internationale Solidarität und Freiheit seien das Hauptthema der Demonstration in Frankfurt gewesen, wie eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen mitteilte. Die Aktion sei friedlich verlaufen und habe bis etwa zwei Uhr am Morgen gedauert. Es war in Hessen die einzige Aktion in dieser Nacht. In Kassel ist eine Demonstration für den morgigen Samstag angemeldet.

In den vergangenen Wochen hatten Kurden immer wieder gegen den Einmarsch türkischer Truppen in der Region demonstriert. Eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Syrien-Konflikt ist am Donnerstag in New York ohne Einigung über eine Waffenruhe zu Ende gegangen.

dpa

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