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Politik Hessen fordert Durchgreifen gegen Café-Casinos
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08:21 31.05.2018
Ein Spielautomat, aufgenommen in einer Spielhalle. Quelle: Rolf Vennenbernd/Archiv
Berlin

Es müsse gegen illegale Café-Casinos "eine konzertierte Aktion der Sicherheitsbehörden" geben, sagte Schäfer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir müssen gegen den rechtlichen Wildwuchs in den Städten vorgehen."

In den "Schein-Cafés" stehen mehrere Spielautomaten, Hauptgeschäftszweck ist offensichtlich das Glücksspiel und nicht wie offiziell angegeben der Kaffeekonsum. Allein in der Hauptstadt Berlin wird die Anzahl der Branche zufolge auf rund 2500 geschätzt.

Dem Staat entgehen beim Glücksspiel hohe Steuereinnahmen. Bei einem Jahresspielertrag von rund 13,5 Milliarden Euro wächst gerade der unregulierte Markt wegen diverser Schlupflöcher und fehlender Einigkeit der 16 Bundesländer rasant. Das staatlich kontrollierte Lotto- und Sportwetten-Geschäft (Oddset) verliert dagegen an Marktanteilen. Sportwetten und Glücksspiel wandern zudem verstärkt in das Internet ab, es werden rechtliche Grauzonen ausgenutzt.

"Der Handlungsdruck ist enorm", sagte Schäfer. "Es muss das gemeinsame Ziel aller Beteiligten sein, einen geordneten Markt herzustellen." Die privaten Anbieter würden viel Geld verdienen, seien unreguliert und könnten machen, was sie wollen.

Auch "klassische" Branchenvertreter wie der Verband Deutscher Automatenwirtschaft fordern mehr Tempo bei der Regulierung. Sie wettern gegen immer strengere Auflagen und Mindestabstände zwischen Spielhallen, während der Staat nicht gegen den Wildwuchs und den eigentlich illegalen Markt vorgehe.

Am 14. Juni beraten die Länder auch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin über eine Reform des Glücksspiel-Staatsvertrages.

dpa

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