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13:21 11.03.2018
Mann trägt die Amtskette des Oberbürgermeisters von Frankfurt am Main. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Frankfurt/Main

An diesem Sonntag wird in Frankfurt ein neuer Oberbürgermeister für die kommenden sechs Jahre gewählt. Der amtierende Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bewirbt sich um eine Wiederwahl, muss sich aber zuvor gegen elf Gegenkandidaten durchsetzen. Ob angesichts der hohen Bewerberzahl schon eine Entscheidung im ersten Wahlgang fällt, bleibt abzuwarten. Als Termin für eine mögliche Stichwahl der beiden bestplatzierten Kandidaten ist bereits der 11. März vorgesehen. Gewählt wird von 8 bis 18 Uhr. Es gibt rund 511 000 Wahlberechtigte.

Im Wahlkampf hatten in den vergangenen Monaten neben Bildung und der großen sozialen Kluft in der Stadt vor allem der Mangel bezahlbarer Wohnungen eine Rolle gespielt. Jährlich ziehen etwa 15 000 Menschen nach Frankfurt, Tausende pendeln täglich aus dem Umland in die Stadt, weil sie keine ausreichend große oder preiswerte Wohnung finden.

Die frühere Finanzstaatssekretärin Bernadette Weyland von der CDU setzte im Wahlkampf auf das Thema Sicherheit, die frühere Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Bündnis 90/Die Grünen) und Linken-Kandidatin Janine Wissler werben für den Fall eines Wahlsieges mit drastisch billigerem oder gar kostenfreien öffentlichem Nahverkehr.

Feldmann gilt derzeit als klarer Favorit - falls die Krise der Bundes-SPD nicht auch einen Schatten über die Frankfurt-Wahl wirft. Zudem engagiert sich seine populäre Amtsvorgängerin Petra Roth, die 17 Jahre lang im Frankfurter Römer das Sagen hatte, im Wahlkampf für ihre Parteifreundin Weyland. Wie sehr diese vom Roth-Bonus profitiert, wird sich am Sonntag zeigen.

Vor sechs Jahren haben nur 37,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Stichwahl, die Feldmann dann gegen den damaligen Innenminister Boris Rhein von der CDU gewann, waren es sogar noch weniger.

Informationen über Wahlbeteiligung und erste Ergebnisse gibt es am Wahltag auch auf der Internetseite der Stadt und über ein Service-Telefon. Ein vorläufiges Ergebnis könnte nach Schätzungen der Wahlleitung gegen 21 Uhr vorliegen.

dpa

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