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Platz vor Darmstadt-Stadion erinnert an Vereinspräsidenten

Geschichte Platz vor Darmstadt-Stadion erinnert an Vereinspräsidenten

Er wurde mit Berufsverbot belegt und in die Emigration gezwungen, nun erinnert ein Platz vor dem Jonathan-Heimes Stadion in Darmstadt an den ehemaligen Lilien-Präsidenten Karl Heß (1900 bis 1975).

Darmstadt. Zusammen mit Rüdiger Fritsch, dem Präsidenten des SV Darmstadt 98, weihte Oberbürgermeister Jochen Partsch am Sonntag den Dr.-Karl-Heß-Platz ein. Heß war von 1928 an Vereinspräsident, bis die Nazis den jüdischen Rechtsanwalt 1933 aus dem Amt drängten.

Der Förderverein Liberale Synagoge, der Sportverein und Bürger hatten sich beim Magistrat für die Benennung des bisher namenlosen Platzes eingesetzt. Mit der Benennung des Platzes würden die Leistungen von Heß gewürdigt und ein "von den Nazis verfolgter jüdischer Darmstädter der Vergessenheit" entrissen, sagte Partsch.

Heß war 1933 mit seiner Frau zunächst nach Frankreich und später nach Brasilien emigriert. Im Jahr 1963 kehrte das Paar nach Darmstadt zurück, wo Heß beim städtischen Rechtsamt arbeitete. Zehn Jahre später kehrten sie nach Brasilien zurück.

dpa

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