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Hessen Pharmakonzern Stada tauscht erneut Vorstandschef aus
Mehr Hessen Pharmakonzern Stada tauscht erneut Vorstandschef aus
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10:03 01.02.2018
Ein Schild mit dem Firmenlogo des Arzneimittelherstellers Stada. Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv
Bad Vilbel

Albrecht war von vornerein als Übergangschef angetreten, aber erst seit Ende September 2017 an der Spitze. Erst jüngst hatte er bei Stada wichtige Maßnahnamen wie einen schlagkräftigeren Vertrieb wichtiger Medikamenten eingeleitet. Zuvor hatte der Branchendienst "Apotheke Adhoc" über den Wechsel berichtet.

Der 53-jährige Goldschmidt kommt vom Schweizer Pharmariesen Novartis, wo er für die Tochter Sandoz das Geschäft mit Nachahmermedikamenten in Nordamerika ausgebaut hatte. Goldschmidt werde als erfahrener Manager den "Erneuerungs- und Wachstumskurs bei Stada" fortsetzen, hieß es. Albrecht soll nach der Übergabe in eine "nicht geschäftsführende Position" innerhalb von Stada wechseln.

Goldschmidt ist schon der fünfte Vorstandschef bei Stada in kurzer Zeit. Im Sommer 2016 trat der langjährige Firmenlenker Hartmut Retzlaff ab. Ihm folgte Matthias Wiedenfels. Als ein erster Übernahmeversuch von Stada durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven scheiterte, musste dieser im Streit mit Ex-Aufsichtsratschef Ferdinand Oetker gehen. Auf Wiedenfels folgte Übergangschef Engelbert Willink und dann Albrecht. Letzterer hatte Bain und Cinven bei der Übernahmeschlacht um den MDax-Konzern beraten und die Stada-Spitze übernommen, da sich so schnell keine dauerhafte Lösung fand.

Die 5,3 Milliarden schwere Übernahme von Stada ist noch nicht abgeschlossen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung wollen Bain und Cinven am Freitag einen Gewinnabführungsvertrag von den Aktionären absegnen lassen, um auf die Stada-Kasse zuzugreifen. Dazu brauchen sie die Zustimmung weiterer Aktionäre.

dpa

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