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Panzer als Kunstobjekte: Prozess geht in nächste Runde

Prozesse Panzer als Kunstobjekte: Prozess geht in nächste Runde

Der Prozess um zwei Panzer, die der Designer und Modeschöpfer Harald Glööckler in Kunstobjekte verwandelt hat, geht in die nächste juristische Instanz. Nach dem Urteil des Amtsgerichts Bensheim gegen den Importeur der Militärfahrzeuge vom vergangenen Montag haben nun Anklage und Verteidigung Berufung eingelegt, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten.

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Landgericht Darmstadt.

Quelle: Christoph Schmidt/Archiv

Darmstadt. Nun müsse sich das Landgericht Darmstadt mit dem Fall befassen.

Der Importeur war wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der 49-Jährige war für schuldig befunden worden, die beiden Bergepanzer 2013 aus Großbritannien nach Deutschland gebracht zu haben, ohne dass sie demilitarisiert waren. Sie hatten ihre schützenden Panzerwannen noch vollständig besessen.

"Das Urteil ist hinter unserem Antrag zurückgeblieben", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Anklage hatte ein Jahr und neun Monate gefordert, einschließlich einer Zahlung von 2000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung. "Das Urteil ist falsch", meinte der Verteidiger. Er hatte einen Freispruch verlangt.

Der im pfälzischen Kirchheim an der Weinstraße lebende Glööckler hat mit dem Fall juristisch nichts zu tun, sondern die Panzer lediglich besprüht und bemalt. Der Importeur hatte sie an eine damals für Glööckler tätige Agentur weiterverkauft.

dpa

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