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Panorama Mehr Anrufer, mehr beteiligte Kommunen: 115-Verbund wächst
Mehr Hessen Panorama Mehr Anrufer, mehr beteiligte Kommunen: 115-Verbund wächst
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07:32 06.11.2018
Die Behördennummer 115 auf einer Stellwand. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Wiesbaden

Rund die Hälfte aller Einwohner in Hessen sind über ihre Stadt oder Gemeinde Mitglied im 115-Verbund. Sie können bei Fragen oder Angelegenheiten statt in ihrem Rathaus bei der einheitlichen Behördenrufnummer 115 anrufen. Die Zahl der beteiligten Kommunen wächst: "Neben der hessischen Landesverwaltung sind derzeit 90 Gemeinden und Städte und sechs Landkreise in Hessen Teilnehmer im 115-Verbund", sagte Michael Schaich, Sprecher des hessischen Innenministeriums. Beim Start 2009 waren zwölf kommunale Teilnehmer dabei.

Auf die Einwohnerzahl betrachtet, seien mittlerweile 48 Prozent der Hessen Teilnehmer im 115-Verbund. Zuletzt traten Niestetal (Kreis Kassel) und Dieburg (Landkreis Darmstadt-Dieburg) bei. Durch die 115 werden Anrufe zu Themen wie Reisepass, Gewerbeanmeldung und Wohngeld in einem von vier hessischen Servicecentern gebündelt. Die 115 ist in Hessen überall erreichbar, es sind aber nicht alle Rathäuser angeschlossen.

Die Mitarbeiter sollen durch eine Wissensdatenbank Anrufern möglichst beim ersten Kontakt helfen. Die Bürger profitierten auch von der besseren Erreichbarkeit der Servicecenter. Die Behördennummer ist in der Regel zum Festnetztarif erreichbar.

Neben der Zahl der Kommunen steigt auch die Zahl der Nutzer: "Mit dem Start des Regelbetriebes wurde die 115 in Hessen 2012 rund 18 000 Mal angewählt", erklärte der Ministeriumssprecher. 2017 seien es bereits mehr als 260 000 Anrufe gewesen. Entsprechend habe sich auch die tägliche Anrufzahl entwickelt: 2013 waren es nur knapp 400 Anrufe pro Tag, in diesem Jahr gingen fast 2000 Anrufe täglich ein.

Trotzdem gibt es noch große Gebiete in Hessen, in denen keine Kommune Mitglied im 115 Verbund ist: Das sind vor allem Regionen abseits der Ballungsräume Rhein-Main, Fulda und Kassel. "Die Entscheidung für die 115 ist freiwillig und ein Signal für einen zeitgemäßen Bürgerservice", sagte Schaich. Kommunen mit einer höheren Bevölkerungszahl wollten meist schneller dabei sein und könnten die organisatorischen Anpassungen leichter umsetzen.

Angaben zu den Kosten oder Einsparungen durch die 115 macht das Innenministerium nicht. Die Bündelung von Bürgeranfragen und der standardisierte Ablauf entlaste aber die Fachabteilungen. Mehrfachanfragen und Doppelarbeiten würden vermieden. Darüber hinaus nutzten die Teilnehmer im 115-Verbund bereits vorhandene Technologien des Verbundes wie die zentrale Wissensdatenbank.

Der Hessische Städte- und Gemeindebund hält die Verbreitung der 115 für sinnvoll, sieht aber auch Grenzen: Es sei bedenklich, wenn man irgendwann alle kommunalen Leistungen nur am Telefon oder am Computer bekomme, sagte Direktor Karl-Christian Schelzke: "Ich halte es für wichtig, dass man die Leute im Rathaus trifft, die für das eigene Wohl zuständig sind." Als Ergänzung mache ein Callcenter allerdings Sinn.

dpa

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