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Panorama Polizei warnt vor Horror-Kettenbrief
Mehr Hessen Panorama Polizei warnt vor Horror-Kettenbrief
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07:55 27.09.2018
Symbolfoto: Das Logo des Messenger-Dienstes Whatsapp. Quelle: Silas Stein
Dillenburg

Wer die Nachricht eines Whatsapp-Kontakts namens "Momo" nicht weiterleitet, dem sollen angeblich schlimme Dinge widerfahren, heißt es - von körperlicher Verstümmelung bis hin zum Tod. Andere verbreitete Gerüchte warnen davor, besagten Kontakt zu speichern oder anzuschreiben. Tatsächlich ist die Sache aber wohl ein Sommerlochthema, wie das Faktencheckportal "mimikama.at" ermittelt hat. Wer solche Nachrichten zu oder von einer angeblichen "Momo" erhält, sollte sie am besten sofort löschen und nicht weiterleiten.

Aktuell warnt auch die Polizei Mittelhessen vor dem Audio-Kettenbrief der sich rasend schnell per WhatsApp verbreitet und unter Kindern Angst und Schrecken verbreiten soll. "In einer knapp dreiminütigen Sprachnachricht wird der Empfänger von einer Computerstimme aufgefordert, die Nachricht an Freunde weiterzuleiten. Andernfalls wird mit der Tötung der Empfänger, deren Eltern und Freunden gedroht. Von grausamen und blutigen Methoden ist die Rede", heißt es in der Pressemeldung.

Die Polizei rät: "Eltern müssen ihre Kinder aufklären. Sie sollten wissen, dass die Inhalte der Kettenbriefe grundsätzlich nicht stimmen. Kinder sollten diese Art von Briefen nicht weiterverbreiten, sondern löschen."

Ängste der Kinder ernst nehmen

Zwar gebe es einzelne Berichte über angebliche Kontaktaufnahme durch "Momo"», zum Beispiel aus dem spanischsprachigen Raum. Auf Kontaktaufnahmen von "mimikama.at" habe aber keiner der angeblichen "Momo"-Kontakte reagiert. Dass sich das Thema aktuell so verbreitet, liege wohl eher an Trittbrettfahrern. Auch einzelne Youtuber gehen mit teils reißerischen Videos zu dem Thema auf Klickfang.

Das Portal "klicksafe.de" rät grundsätzlich dazu, solche und andere Kettenbriefe via Whatsapp einfach zu löschen. Mit Kindern sollte außerdem kurz der Inhalt besprochen werden - und auch, was eine unbedachte Weiterleitung bei Freunden an Ängsten auslösen könnte.

Die Ängste ihrer Kinder sollten Eltern dabei zwar ernst nehmen, ihnen aber auch erklären, dass nichts Schlimmes passiert, wenn man einen Kettenbrief oder eine Ketten-Whatsapp-Nachricht nicht weiterschickt.

(dpa)