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Wedel-Nachfolger Hinkel: Kein Imageproblem für Festspiele

Theater Wedel-Nachfolger Hinkel: Kein Imageproblem für Festspiele

Nach dem Rücktritt von Regisseur und Intendant Dieter Wedel im Zusammenhang mit Sex-Vorwürfen sieht sein Nachfolger kein Imageproblem für die Bad Hersfelder Festspiele.

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Intendant der Bad Hersfelder Festspiele, Joern Hinkel, lächelt vor einer Pressekonferenz in der Stadthalle.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Bad Hersfeld. Joern Hinkel sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gebe keine Einbußen bei den Ticketverkäufen, der Medien-Aufmerksamkeit und bei den Zusagen prominenter Schauspieler und Festspielgäste.

Heute lädt der neue Intendant sein Ensemble zum Probenbeginn ein. Erwartet werden unter anderem Christian Nickel, Andreas Schmidt-Schaller, Horst Janson, Nina Petri, Anouschka Renzi, Pierre Sanoussi-Bliss, André Hennicke und Claude-Oliver Rudolph. Die 68. Festspielsaison wird am 6. Juli mit dem Stück "Peer Gynt" nach der Regie von Robert Schuster eröffnet.

Hinkel sagte zum Vorverkauf: "Wir sind auf dem gleichen hohen Niveau der vorigen Jahre, und ich bin zuversichtlich, dass wir eine künstlerisch und wirtschaftlich gute Saison haben werden. Das Luther-Stück im letzten Jahr war da natürlich eine Ausnahme, es war nach wenigen Wochen ausverkauft. Aber mit Blick auf die Zahlen aller übrigen Inszenierungen der letzten Spielzeiten sind wir mit dem Kartenverkauf sehr zufrieden." Konkrete Zahlen wurden nicht genannt.

Auch das Medien-Interesse sei ungebrochen hoch, versicherte Hinkel. Für den Gang über den roten Teppich zur Festspieleröffnung in der Stiftsruine hätten sich bereits zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft, Film und Theater angekündigt.

Wedel war im Januar zurückgetreten, nachdem mehrere Schauspielerinnen schwere Anschuldigungen gegen ihn erhoben hatten. Sie reichen von Schikane und Machtmissbrauch bis hin zu sexuellen Übergriffen und Vergewaltigung. Die mutmaßlichen Vorfälle liegen viele Jahre zurück und deutlich vor seiner Zeit als Intendant in Bad Hersfeld. Wedel wies die Vorwürfe zurück. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt.

dpa

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