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Panorama Storchenrekord in Hessen: Trotzdem anhaltende Gefährdung
Mehr Hessen Panorama Storchenrekord in Hessen: Trotzdem anhaltende Gefährdung
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15:24 27.02.2018
Der Storch startet von seinem Nest. Quelle: Peter Steffen/Archiv
Wetzlar

Der Storch sei aber weiterhin als "gefährdet" eingestuft. Mit der aktuellen Kältewelle hat das nach Ansicht der Naturschützer wenig zu tun.

"Auch Fachleute wundern sich, dass so viele Störche satt werden", sagte der Leiter der "Arbeitsgruppe Weißstorchberingung in Hessen" Klaus Hillerich. Knapp 20 Prozent mehr Storchenpaare als noch 2016 habe es gegeben, teilte Petri mit. Die Zahl der Jungtiere sei aber leicht gesunken, wohl wegen des nasskalten Frühlings.

Der Rekord bedeutet aber nicht, dass die Bestände in Hessen stabil sind. Die Tiere seien vor allem in der Wetterau, im Main-Kinzig-Kreis und im Kreis Groß-Gerau ansässig, sagte Hillerich. In Nordhessen gebe es noch viele freie Gebiete. Die "heimliche Storchenhauptstadt Deutschlands" sei Biebesheim am Rhein (Keis Groß-Gerau) mit 76 Paaren und fast 200 Jungen.

Die aktuelle Kältewelle macht den Tieren dagegen kaum zu schaffen - die meisten von ihnen sind in ihren Winterrevieren in Spanien, Portugal, in Nordafrika oder im Nahen Osten. Probleme könnten laut Hillerich Störche bekommen, die gezüchtet wurden und über den Winter in Deutschland behalten wurden. Diese Tiere könnten ihren Zugtrieb verlieren und in der Gegend überwintern. "Es kann durchaus sein, dass der ein oder andere auf der Strecke bleibt", sagte Hillerich. "Füttern lehnen wir aber strikt ab."

dpa

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