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Panorama Sprengsatz auf Motorhaube: Tatverdächtiger vor Gericht
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16:44 07.11.2018
Polizisten untersuchen den Ort in Wiesbaden, wo es zuvor auf einem Auto eine Explosion gegeben hatte. Quelle: Stenzel/Wiesbaden112.de/Archiv
Wiesbaden

Mit einer selbstgebauten Rohrbombe soll ein 57-jähriger Mann versucht haben, den Ehemann seiner Ex-Geliebten umzubringen. Er muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Wiesbaden verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, im April 2018 einen selbstgebauten Sprengsatz zwischen zwei Telefonbücher am Auto seines Opfers platziert zu haben. Als dieser das Objekt von der Motorhaube nehmen wollte, explodierte es.

Der damals 46-Jährige wurde an Hand und Gesicht verletzt und erlitt einen Schock. Dem Mann wird versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Lange vor der Tat habe der Angeklagte die Frau des Opfers gekannt, heißt es in der Anklageschrift. Im April 2017 habe er versucht, die Hochzeit zu verhindern, danach habe er eine Affäre mit der Frau des Opfers begonnen.

Als diese ihn im Dezember 2017 abwies und sich für ihren Mann entschied, habe er einen heimtückischen Überfall auf den 46-Jährigen geplant. Schon zuvor habe die Frau den mutmaßlichen Täter als Stalker angezeigt.

Der Verteidiger des Angeklagten widersprach diesem möglichen Motiv, es könne ebenso möglich sein, dass jemand dem Angeklagten etwas anhängen wollte. "Das könnte ein einfaches Mittel sein, den störenden Stalker auszuschalten", warf er in den Raum. Dass das Verbrechen von den Eheleuten fingiert worden sei, hat sich nach Aussage des Ermittlungsleiters aber als "völlig abwegig erwiesen".

Der Angeklagte beobachtete den Prozess mit ernster, ausdrucksloser Miene. Auch am Tag der Explosion hat er sich nach Zeugenaussage eines Polizisten ohne Widerstand festnehmen lassen. Nervös oder überrascht habe er nicht gewirkt. Über seinen Verteidiger kündigte der Angeklagte an, nicht aussagen zu wollen. Insgesamt sind fünf Verhandlungstage anberaumt.

dpa

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