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Panorama Schule in Kassel nach anonymer Drohung erneut geräumt
Mehr Hessen Panorama Schule in Kassel nach anonymer Drohung erneut geräumt
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17:53 29.08.2018
Das Blaulicht eines Polizeiautos mit Absperrband im Vordergrund. Quelle: Daniel Karmann/Archiv
Kassel

Kostspieliger Schülerstreich oder drohende Gefahr? Nach einer anonymen telefonischen Drohung ist eine Schule in Kassel am Mittwoch geräumt worden - zum zweiten Mal innerhalb von acht Tagen. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte ein Anrufer am Vormittag mit Gewalt gedroht. Um jegliche Gefahr auszuschließen, habe sich die Polizei zur Räumung entschlossen und die angrenzenden Straßen gesperrt. Bis zum Ende des Polizeieinsatzes gegen 14.30 Uhr gab es keine Hinweise auf drohende Gefahren, sagte der Sprecher. Die umliegenden Straßen waren gesperrt worden. Die Polizei hofft bei ihren Ermittlungen nun auch auf Zeugenhinweise. "Möglicherweise hat der Täter mit seiner Tat geprahlt oder im Vorfeld anderen gegenüber Äußerungen zu seinem Vorhaben gemacht", hieß es.

An der Berufs- und Fachoberschule werden tausend Schüler unterrichtet. Wie viele von der Räumung am Mittwoch betroffen waren, stand zunächst nicht fest. Mit der Schulleitung wurde abgestimmt, dass am Mittwoch kein weiterer Unterricht stattfand.

Bereits am vergangenen Mittwochmorgen war die betroffene Schule ebenfalls nach einem Drohanruf geräumt worden. Damals ergaben sich keine Hinweise auf eine drohende Gefahr. Die Berufs- und Fachoberschule wurde wieder geöffnet, die Schüler mit Metalldetektoren beim Eintritt überprüft. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall sind noch nicht abgeschlossen. In beiden Fällen ermittelt die Kripo wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

"Wir prüfen intensiv, ob es sich um den gleichen Täter handelt", sagte Polizeisprecher Matthias Mänz. "Wenn dem so ist, drohen nicht nur strafrechtliche Folgen, sondern auch hohe Kosten im fünfstelligen Bereich." Möglich sei eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Konkrete Hinweise auf den oder die Täter gebe es noch nicht. Die Möglichkeit eines Schülerstreiches sei zwar denkbar, zu diesem Zeitpunkt aber noch "reine Spekulation".

dpa

Nach Ansicht des Verbandes der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft sollen sich die Kommunen bei der Planung von Wohnraum an einen Tisch setzen. Vor allem in Südhessen fehlten Hunderttausende Wohnungen, erläuterte Verbandsdirektor Axel Tausendpfund am Mittwoch seine Forderung und beruft sich dabei auf Zahlen aus der Wohnungsbedarfsprognose des Instituts Wohnen und Umwelt aus dem Jahr 2017. "Bis 2040 müssen in ganz Hessen 500 000 Wohnungen gebaut werden, davon in Südhessen 430 000." Bis 2020 liege der Neubaubedarf in ganz Hessen bei jährlich 37 000 Wohnungen.

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Diebe haben in Nordhessen aus einem Container tonnenweise Baumaschinen gestohlen. "Der Schaden liegt nach einer ersten vorsichtigen Schätzung im fünfstelligen Bereich", teilte die Polizei in Korbach mit.

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Fünf Monate nach Prozessbeginn ist das Strafverfahren um eine Gruppenvergewaltigung gegen fünf Männer vom Landgericht Frankfurt abgebrochen worden. Wie am Mittwoch bekannt wurde, soll zunächst ein zusätzliches Gutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers eingeholt werden.

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