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Panorama Scheinehen und Schwarzarbeit: Durchsuchungen
Mehr Hessen Panorama Scheinehen und Schwarzarbeit: Durchsuchungen
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17:45 21.03.2018
Das Zoll-Logo auf einem Fahrzeug. Quelle: Caroline Seidel/Archiv
Frankfurt/Main

Mehrere dringend Tatverdächtige seien festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Seit den frühen Morgenstunden seien fast 100 Objekte durchsucht worden. An dem Einsatz waren etwa 850 Beamte von Bundes- und Länderpolizei sowie des Zolls beteiligt. Schwerpunkt der Ermittlungen sei Hessen, insbesondere das Rhein-Main-Gebiet.

Mehrere Gruppen von kosovarischen, bulgarischen und serbischen Staatsangehörigen sollen seit Ende 2015 ihren "Kunden" zu Scheinehen mit Frauen aus EU-Staaten verholfen haben. Die meisten dieser Männer stammten aus dem Kosovo und zahlten zum Teil fünfstellige Summen für die Heirat mit Frauen aus Tschechien, Rumänien oder Bulgarien. Die Staatsanwaltschaft geht von mehreren hundert so geschlossenen Scheinehen aus.

Mehrere Beschuldigte sollen zudem als Verantwortliche von Bauunternehmen Schwarzarbeiter beschäftigt und deren Löhne mit Scheinrechnungen von "Servicefirmen" verschleiert haben. Dadurch wurden Lohn- und Umsatzsteuern hinterzogen. Zudem geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von etwa sechs Millionen Euro nicht abgeführt wurden.

dpa

Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke auf einen Freier ist ein Mitarbeiter eines Bordells zu acht Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Trotz der vergleichsweise hohen Strafe ging das Landgericht am Mittwoch nicht von einem Tötungsdelikt, sondern lediglich von gefährlicher Körperverletzung aus.

21.03.2018

Sie hatten auf milde Frühlingstemperaturen gesetzt, doch nun sitzen sie fest: Tausende Zugvögel sind wegen des erneuten Kälteeinbruchs in Hessen gestrandet. Ihre Situation sei dramatisch, sagte der Biologe Stefan Stübing von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) am Mittwoch.

21.03.2018

Auch eine Woche nach seiner Festnahme bestreitet der mutmaßliche Kidnapper von Milliardärssohn Markus Würth, etwas mit der Entführung zu tun zu haben. "Auch seine Ehefrau habe bei Vernehmungen keine Angaben zum Tatvorwurf gemacht", sagte der Gießener Staatsanwalt Thomas Hauburger am Mittwoch.

21.03.2018