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Panorama Rotes Kreuz rechnet mit Problemen bei den Blutspenden
Mehr Hessen Panorama Rotes Kreuz rechnet mit Problemen bei den Blutspenden
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05:58 14.01.2019
Eine gefüllte Blutkonserve. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv
Frankfurt

Angesichts der älter werdenden Gesellschaft sieht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Probleme bei den Blutspenden auf sich zukommen. "Die geburtenstarken Jahrgänge wachsen langsam raus", sagte die Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg und Hessen, Stefanie Fritzsche. "Das merkt man jetzt schon, dürfte uns aber in fünf bis zehn Jahren wirklich hart treffen. Die älteren sind zudem die treuen Spender" - und bräuchten dann im Alter häufiger selbst Blutkonserven. Blut spenden kann jeder Gesunde zwischen 18 und der Vollendung des 73. Lebensjahres.

In Hessen war die Zahl der Spenden 2018 verglichen mit dem Vorjahr mit fast 195 500 fast gleich geblieben. Das DRK ist der größte Anbieter von Spenden und sammelt etwa 70 Prozent des Blutes. Vor allem in der Urlaubszeit oder bei Grippewellen kann es zu Engpässen kommen, weil die Spenden nicht lange haltbar sind. Laut DRK werden in Hessen täglich 900 Blutspenden gebraucht. Beim Roten Kreuz sind Blutspenden unentgeltlich und freiwillig.

Jüngere Generationen könnten die entstehenden Lücken nicht auffangen, meinte die 42-Jährige. "Wir haben jetzt weniger Geburten als in den Jahrgängen, die 60 sind." Junge Menschen seien zwar nicht spendenmüde, "aber sie gehen nur einmal und dann länger nicht mehr. Das bleibt für uns eine große Herausforderung, wenn die Treuen ausscheiden". Nur drei Prozent der Menschen hierzulande spenden Blut. Es könnten nach den Zulassungskriterien deutlich mehr sein.

Professor Gregor Bein, Direktor des Zentrums Transfusionsmedizin und Hämotherapie an der Uni-Klinik Gießen-Marburg, schätzt die Situation ähnlich sein. "Das könnte grundsätzlich ein riesiges Problem werden." Der Bedarf an Konserven habe durch blutsparende medizinische Maßnahmen zwar abgenommen. Es könne aber sein, dass er wieder ansteigt.

Beim DRK sind Blutspenden unentgeltlich und freiwillig. Auch eine Aufwandsentschädigung helfe nicht weiter. "Der Spender geht hin, weil er spenden will", sagte Fritzsche. Wichtig sei es, "noch mehr Aufmerksamkeit" für das Blutspenden zu erzeugen und "noch mehr in die Schule zu gehen. Wir gehen auch ins hintere Hinterland von Hessen. Das ist unsere Aufgabe". Außerdem werde "der Service rund um das Blutspenden verbessert", mit einem "leckeren Imbiss" etwa. Außerdem sollen Wartezeiten vermieden werden. "Wir fangen an, Termine für Blutspender zu reservieren."

dpa

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