Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Prozess um Entführung von Milliardärssohn geht weiter
Mehr Hessen Panorama Prozess um Entführung von Milliardärssohn geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:39 30.09.2018
Reste von Absperrbändern der Polizei liegen in einem Wald. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv
Gießen

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Entführer von Milliardärssohn Würth wird an diesem Dienstag (10.00 Uhr) am Landgericht Gießen fortgesetzt. Am zweiten Verhandlungstag soll der Angeklagte die Möglichkeit bekommen, sich zu seinen persönlichen Verhältnissen und seinem Lebensweg zu äußern, wie ein Gerichtssprecher sagte. Zudem ist geplant, ein Attest zum Gesundheitszustand des behinderten Opfers Markus Würth zu verlesen.

Am ersten Prozesstag (11. September) war die Anklage vorgetragen worden. Demnach soll der Angeklagte (48) mit noch unbekannten Mittätern den damals 50 Jahre alten Sohn des baden-württembergischen Unternehmers und Milliardärs Reinhold Würth entführt haben. Die Tat ereignete sich im Juni 2015 in einer integrativen Wohngruppe für behinderte und nicht-behinderte Menschen im osthessischen Schlitz. Drei Millionen Euro Lösegeld wurden gefordert. Aber die Übergabe scheiterte. Das Opfer kam unversehrt frei.

Ausgewählt wurde der Würth-Sohn womöglich, weil er nicht sprechen kann - und den Entführer im Falle des Scheiterns nicht verraten konnte. Der Gehandicapte ist wegen eines Impfschadens seit dem ersten Lebensjahr behindert, wie die Würth-Pressestelle mitgeteilt hatte.

Im März dieses Jahres nahm eine Spezialeinheit der Polizei den mutmaßlichen Täter fest, einen Handwerker aus Serbien. Vorausgegangen waren lange, intensive Ermittlungen. Genutzt wurde dabei auch mehrfach die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". Der Angeklagte bestritt das Kidnapping nach Polizei-Angaben wortreich. Zuletzt schwieg er zu dem Vorwurf des erpresserischen Menschenraubs.

Am dritten Prozesstag (15. Oktober, 9.00 Uhr) ist die Mutter des Entführungsopfers, Carmen Würth, zu einer Zeugenaussage geladen. Zudem sollen zum Beginn der Beweisaufnahme mehrere Zeugen vernommen werden, darunter Polizeibeamte.

Das Landgericht Gießen will den Fall an insgesamt zwölf Prozesstagen bis Anfang Dezember verhandeln. Die Ermittlungen der Polizei laufen unterdessen weiter. Die Beamten schließen nicht aus, dass an der Entführung mehrere Personen beteiligt waren.

Im Fall einer Verurteilung muss der Angeklagte mit einer Haftstrafe zwischen 5 und 15 Jahren rechnen. Der Fall ist nach Polizei-Angaben eine der spektakulärsten Entführungen in der jüngeren deutschen Kriminalgeschichte.

dpa

Eine 16 Meter hohe Steinsäule ist seit einem Jahr Streitthema in Kassel. Die Stadt wollte das documenta-Kunstwerk eigentlich kaufen. Doch nun droht der Abbau - es ist nicht das erste Mal.

30.09.2018

Bestsellerautorin Charlotte Link (54) wollte ursprünglich Juristin werden. "Ich habe noch bis Mitte 20 geglaubt, dass man vom Schreiben einfach nicht leben kann.

30.09.2018

Vermutlich von seinem jüngeren Bruder ist ein 24-Jähriger aus Hasselroth (Main-Kinzig-Kreis) mit einem Messer niedergestochen und schwer verletzt worden. Nach Auskunft der Polizei vom Freitag entdeckten Autofahrer den Mann am späten Donnerstagabend auf einem Radweg entlang der Landesstraße 3339 zwischen Neuenhaßlau und Gondsroth.

28.09.2018