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Panorama Nach Virus-Ausbruch: Zahl der Schwererkrankten gestiegen
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12:53 29.06.2018
Rettungskräfte stehen vor dem Ferienzentrum Rauenstein. Quelle: News5/Ittig
Rauenstein

Im Fall der am Norovirus erkrankten Schüler und Betreuer eines Ferienlagers im Thüringer Rauenstein (Kreis Sonneberg) ist die Zahl der schwer betroffenen Patienten gestiegen. Insgesamt mussten 22 Erkrankte in umliegende Krankenhäuser gebracht werden, wie ein Sprecher des Landratsamtes Sonneberg am Freitag mitteilte. Die Schüler und Betreuer aus Frankfurt und Berlin hatten über Übelkeit, Bauchschmerzen und Brechdurchfall, teils auch über Fieber und Kreislaufprobleme geklagt. Zunächst gab es 20 Betroffene. "Einen derartigen Fall des Virus' hatten wir in den vergangenen zehn Jahren hier noch nicht erlebt", sagte der Sprecher.

Die ersten Erkrankten konnten noch am Donnerstag die Krankenhäuser verlassen. Auch im Laufe des Freitags traten weitere Patienten den Heimweg an. Wie viele Betroffene noch in den sechs verschiedenen Kliniken waren, konnte der Landratsamts-Sprecher nicht sagen. Der Zustand auch der schwer Erkrankten sei zuletzt jedoch stabil gewesen.

Das Ferienlager sei am Donnerstag komplett geräumt worden, hieß es. Rund 100 Einsatzkräfte seien beteiligt gewesen. Zunächst war eine Schleuse am Ausgang zur Desinfektion errichtet worden, um eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Viren zu verhindern. Das Camp soll bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Schon am Donnerstag wurden leicht Erkrankte in Bussen und in Begleitung von medizinischem Personal in ihre Heimat nach Berlin und Frankfurt am Main zurückgebracht. Teilweise holten Eltern ihre Schützlinge persönlich ab. Insgesamt waren 45 Schüler und Betreuer, die einige Tage in dem Ferienlager bleiben wollten, am Norovirus erkrankt.

Experten suchen nun nach der Ursache für den Ausbruch der Krankheit. Weil das Norovirus hoch ansteckend ist, greift es oft in Gemeinschaftseinrichtungen um sich. Im Landratsamt wird vermutet, dass Schülern das Virus mitbrachten. Erste einzelne Erkrankungserscheinungen seien bereist am Wochenende, kurz nach Ankunft der Gruppen aufgetreten.

dpa

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