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Panorama Zwölf Jahre Haft für tödliche Messerattacke gefordert
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14:53 27.04.2018
Das Landgericht in Frankfurt. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Wiesbaden

Nach einer tödlichen Messerattacke in der Wiesbadener Innenstadt hat die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von zwölfeinhalb Jahren für den Hauptangeklagten gefordert. Der junge Mann habe gezielt und mit Tötungsvorsatz auf sein 19 Jahre altes Opfer eingestochen, sagte der Anklagevertreter am Freitag vor dem Landgericht. Der 25-Jährige soll nach dem Willen des Staatsanwalts wegen Totschlags in Tateinheit mit versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung verurteilt werden.

Die Tat ereignete sich im Sommer vergangenen Jahres in der Landeshauptstadt, zwei Gruppen waren in Streit geraten. Dabei stach der Hauptangeklagte auch noch auf zwei weitere junge Männer ein. Für zwei 23 Jahre alte Mitangeklagte forderte der Staatsanwalt eine Strafe von zwei beziehungsweise einem Jahr und zehn Monaten wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollen. Als Bewährungszeit plädierte er auf eine Zeit jeweils von vier Jahren. Bei den drei Angeklagten handelt es sich um Deutsche, das Opfer hatte die albanische Staatsangehörigkeit.

Einer der beiden Mitangeklagten war zum Tatzeitpunkt Polizeianwärter. Nachdem im Zuge der Ermittlungen herauskam, dass er zuvor bereits wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzungsdelikten im polizeilichen Auskunftssystem Polas registriert war, zog Innenminister Peter Beuth (CDU) die Reißleine und reformierte das Einstellungsverfahren für Polizisten. Der Polizeianwärter wurde nach einem Disziplinarverfahren fristlos entlassen.

Der Hauptangeklagte, ein 25-jähriger Student, stand nach Angaben des Staatsanwalts bei der Tat unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Er soll bei der Kneipentour mit seinen Freunden und auch in der Zeit zuvor immer ein Klappmesser mit einer 8,5 Zentimeter langen Klinge bei sich gehabt haben. Der Staatsanwalt beschrieb den Hauptangeklagten als selbst ernannten Bestimmer und Konfliktlöser, der Kontrollverlust nur schwer ertragen könne. Die Tatwaffe habe der 25-Jährige nach der Messerattacke in einen Papierkorb geworfen. Auslöser für den Streit zwischen den beiden Gruppen sei aber einer der beiden 23-Jährigen gewesen, sagte der Staatsanwalt.

dpa

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