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Panorama Nach Blutbad: Unterbringung in Psychiatrie beantragt
Mehr Hessen Panorama Nach Blutbad: Unterbringung in Psychiatrie beantragt
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13:09 24.08.2018
Am Platz des Zeugentisches steht in einem Verhandlungssaal im Landgericht ein Mikrofon. Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv
Frankfurt/Main

Die Behörde habe beim Landgericht einen entsprechenden Antrag gestellt, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag. Ein Termin für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer stehe noch nicht fest. Rechtlich gelte die Tat als zweifacher versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung.

Der an Verfolgungswahn und Schizophrenie leidende Mann war am Morgen des 28. Dezember vergangenen Jahres in dem Schnellrestaurant im Frankfurter Hauptbahnhof erschienen. Ohne weitere Vorwarnung soll er einem Bedienungsmitarbeiter mit einem Messer in den Hals gestochen haben. Kurze Zeit später soll er versucht haben, mit dem Messer auch gegen einen Sicherheitsmitarbeiter vorzugehen, der dem Verletzten zur Hilfe kommen wollte. Er soll mit dem Griff des Messers eine Schädelprellung erlitten haben.

Zum schwersten Vorfall kam es unmittelbar danach: Ein 75 Jahre alter Kunde, der in der Warteschlange an der Essensausgabe stand, soll mit 95 Messerstichen von dem Angreifer schwer verletzt worden sein. Der Mann musste im Krankenhaus einer zehnstündigen Notoperation unterzogen werden. Nach der Attacke bewaffneten sich nach Angaben Niesens andere Gäste des Lokals mit Stühlen, um nicht ebenfalls von den Angriffen in Mitleidenschaft gezogen zu werden.

Nach seiner Festnahme soll der 48-Jährige etwas von einem "schwarzen Magier" gestammelt haben, vor dem er sich in Sicherheit bringen wolle. Der "Teufel" habe ihm befohlen, einen anderen Menschen "abzuschlachten". Nach Angaben Niesens ist von einer Schuldunfähigkeit des Mannes auszugehen. Die dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie stehe deshalb im Raum.

dpa

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