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Panorama Messel: Nach gut einem Jahr Moratorium beginnt Probegrabung
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14:42 30.04.2018
Messel

Wie es dann mit den Grabungen weitergeht, werde anschließend entschieden, heißt es im Wissenschaftsministeriums in Wiesbaden. Die Grube Messel ist eine von drei UNESCO-Weltnaturerbestätten in Deutschland, die beiden anderen sind das Wattenmeer und Buchenwälder.

Die Fossilienfundstätte in Südhessen gehört seit 1992 dem Land Hessen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit Sitz in Frankfurt betreibt sie. Es ist eine der weltweit wichtigsten Fundstätten von Fossilien. Die spektakulärsten Entdeckungen aus der Zeit von vor 48 Millionen Jahren sind neben dem Halbaffen "Ida" die Urpferdchen.

Ziel des Moratoriums war es laut Wissenschaftsministerium, die Forschungen angesichts der nur begrenzt verfügbaren Ressource auch künftig sensibel fortsetzen zu können. Bei einer Wissenschaftstagung Ende 2017 sei unter anderem beschlossen worden, einen neuen Managementplan mit Details für den künftigen Umgang mit der Grube zu erarbeiten.

"Das Moratorium ist nicht schön und nicht notwendig, wir können aber damit leben", hatte dagegen Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger gesagt. Die Sorge, dass die Grabungen dazu führen könnten, dass der Welterbestatus gefährdet werde, teile Senckenberg nicht. Es gehe ja um paläontologische Funde und diese müssten anders behandelt werden als archäologische Unikate.

dpa

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