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Panorama Grippeimpfung soll stärker Thema für Gesundheitsberufe sein
Mehr Hessen Panorama Grippeimpfung soll stärker Thema für Gesundheitsberufe sein
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18:54 07.11.2018
Ein Arzt impft eine Person gegen Grippe. Quelle: Sebastian Gollnow/Archiv
Frankfurt/Main

Ärztekammer und Gesundheitsministerium in Hessen haben am Mittwoch zur Grippeimpfung aufgerufen und sich dabei besonders an Mitarbeiter des Gesundheitswesens gewandt. Unter Ärzten und Pflegepersonal scheint es nämlich zahlreiche Impfmuffel zu geben. Die Landesärztekammer Hessen hat daher an das medizinische Personal appelliert, jetzt noch mit der saisonalen Grippeschutzimpfung Krankheitsrisiken zu senken. "Sie dient nicht nur dem individuellen Schutz vor Erkrankung, sondern reduziert auch die Weiterverbreitung des Grippevirus im Krankenhaus", sagte Kammerpräsident Edgar Pinkowski über die Impfung.

Ähnlich äußerte sich Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU). "Besonders wichtig wäre es, wenn Personen, die in der Pflege oder dem Gesundheitswesen arbeiten, die Impfung besser wahrnehmen würden", betonte er. Das medizinische Personal in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Arztpraxen könne sich durch die Vielzahl von Kontakten leichter mit Grippeviren infizieren und gleichzeitig als mögliche Infektionsquelle dienen. "Daher gilt es, die Bemühungen weiter zu intensivieren und Impfskeptiker durch Aufklärung zu überzeugen."

Laut einer Online-Umfrage des Robert Koch-Instituts unter knapp 6000 Klinikmitarbeitern aus 54 Kliniken im Herbst 2017 waren 40,1 Prozent der Befragten gegen Influenza geimpft. Besonders hoch war der Anteil unter den Ärzten mit 61,4 Prozent, während beim Pflegepersonal 32,5 Prozent und bei therapeutischen Berufen 34,2 Prozent der Mitarbeiter eine Grippeschutzimpfung hatten.

Um rechtzeitig geschützt zu sein, wird empfohlen, sich in den Monaten Oktober oder November impfen zu lassen. Auch zu Beginn und im Verlauf einer Grippewelle kann es noch sinnvoll sein, eine versäumte Impfung nachzuholen. Nach der Impfung dauert es etwa zwei Wochen, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist.

dpa

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