Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Wohnmobilfahrer zwingt Lokführer zur Schnellbremsung
Mehr Hessen Panorama Wohnmobilfahrer zwingt Lokführer zur Schnellbremsung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:13 04.09.2018
Wohnmobilfahrer brachten sich und andere im Kreis Gießen in Lebensgefahr, indem sie über einen Bahnübergang fuhren, als die Schranke sich bereits senkte. Die Bundespolizei ermittelt. Quelle: Bundespolizei
Watzenborn-Steinberg

Ein bislang Unbekannter fuhr mit seinem Wohnmobil über den mit Andreaskreuz und Bahnschranke gesicherten Bahnübergang, obwohl die Schranke sich bereits senkte.

Der Lokführer leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Das Wohnmobil konnte den Bahnübergang noch rechtzeitig verlassen und fuhr anschließend davon.

Der Zug erhielt durch den Vorfall 8 Minuten Verspätung.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Wer Angaben zu dem Sachverhalt machen kann, sollte sich unter Telefon 0561/816160 oder unter der kostenfreien Service-Nummer der Bundespolizei 0800 6 888 000 melden.

Bundespolizei maht: Gefahrenzeichen beachten!

Ein Hinweis der Bundespolizei: Der Bremsweg eines Zuges ist wesentlich länger als der eines Autos. Jeder Bahnübergang wird durch ein so genanntes Andreaskreuz gekennzeichnet. Das Andreaskreuz zeigt an, dass dem Schienenverkehr immer Vorrang gewährt werden muss.

Was das bedeutet? Wenn sich ein Schienenfahrzeug nähert, Schranken sich senken oder geschlossen sind, ein Bahnbediensteter eine weiß-rot-weiße Fahne schwenkt oder der Übergang wegen einer Stockung nicht zügig überquert werden kann, muss vor dem Zeichen gewartet werden.

Wer diese Gefahrenzeichen missachtet, riskiert sein eigenes Leben und gefährdet andere, mahnt die Bundespolizei.