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Panorama Hessischer See fällt bei EU-Badetest durch
Mehr Hessen Panorama Hessischer See fällt bei EU-Badetest durch
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16:14 30.05.2018
Eine Frau sitzt am Ufer des Werratalsees in Eschwege (Hessen) bei Frühlingswetter auf einer Bank. Quelle: Uwe Zucchi/Archiv
Eschwege

"Ich muss nun den Bürgern erklären, dass es aktuell keine Beanstandung an der Wasserqualität gibt, aber ich von der EU gezwungen werde, ein Badeverbot zu verhängen", sagte Bürgermeister Alexander Heppe (CDU).

Auslöser ist ein neuer EU-Bericht. Demnach erfüllen 98 Prozent der 2287 deutschen Badestellen die EU-Mindeststandards für Badegewässer. Acht Stellen fielen beim Test durch. Darunter ist das Südufer des Werratalsees. Grundlage für das EU-Urteil sind Messwerte aus den vergangenen vier Jahren. In dieser Zeit wurden die Proben genommen. Sie zeigten schwankende Werte für Fäkalkeime im Wasser - meist unter den Grenzwerten. 2014 fiel eine Messung aus dem Rahmen: Sie ergab einen Keimwert, der 380-mal so hoch wie normal war. "Ein Fehler", sagt Heppe. Denn eine erneute Probe fiel deutlich niedriger aus.

Das zuständige Landesamt bewertete alle Proben mit "keine Beanstandung". Dass jetzt ein Badeverbot kommt, ist laut Umweltministerium korrekt: "Die EU bewertet die hygienische Badegewässerqualität nicht anhand von einzelnen Messungen, Grenz- oder Richtwerten, sondern nach einem statistischen Verfahren", erklärt Sprecherin Julia Stoye. Das berücksichtige vor allem Schwankungen. Auch wenn Grenzwerte zu bestimmten Zeitpunkten nicht überschritten würden, habe das Badegewässer keine gute Qualität. Es sei nicht davon auszugehen, dass es sich bei dem Ausreißer 2014 um eine Fehlmessung handele.

Bürgermeister Heppe kann das nicht nachvollziehen: "Die Menschen wollen wissen, ob es sie im See baden können, nicht wie die Werte vor vier Jahren waren." Aktuelle Test aus April und Mai zeigen sehr niedrige Keimwerte. Zum Glück haben die Eschweger es nicht weit zur nächsten Badestelle: Am Ostufer des Werratalsees ist die Wasserqualität auch für die EU ausreichend.

dpa

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