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Panorama Anklage gegen fünf Männer nach mutmaßlichem Mord in Wohnung
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12:23 28.05.2018
Laubach

Ein halbes Jahr nach dem brutalen Überfall auf ein Paar in Mittelhessen hat die Staatsanwaltschaft wegen Mordes Anklage gegen fünf Männer erhoben. Ein sechster Verdächtiger (29) ist noch auf der Flucht, ein siebter (24 Jahre alt) sitzt in Belgien in Haft, wie die Staatsanwaltschaft am Montag in Gießen mitteilte. Bei dem Überfall wurde ein 57 Jahre alter Mann getötet, seine zwei Jahre ältere Lebensgefährtin überlebte leicht verletzt. Hintergrund sollen umfangreiche Drogengeschäfte gewesen sein, in die das Opfer verwickelt war.

Den Männern wird vorgeworfen, in der Nacht zum 29. November 2017 den 57 Jahre alten Mann und seine zwei Jahre ältere Partnerin in einer Wohnung in Laubach-Gonterskirchen brutal überfallen und anschließend Feuer gelegt zu haben. Der Mann sei erschlagen worden und schon tot gewesen, bevor der Brand in der Einliegerwohnung des freistehenden Einfamilienhauses ausbrach, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Hauburger. Die 59-jährige Frau habe sich gefesselt ans Fenster bewegen können und sei von Nachbarn aus der brennenden Wohnung gezogen worden.

Den beschuldigten Männern im Alter von 19 bis 41 Jahren werden auch versuchter Mord, Raub und Körperverletzung mit Todesfolge sowie besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen. Alle haben auch die marokkanische Staatsbürgerschaft, einige zudem die deutsche oder belgische. Drei der Verdächtigen lebten zuletzt in Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis), die anderen in Belgien.

Ein 31-Jähriger und sein 37 Jahre alter Cousin aus Friedrichsdorf waren noch am Abend des Tattags festgenommen worden. Die drei anderen Angeklagten im Alter von 19, 34 und 41 Jahren wohnten zuletzt in Belgien und waren nach Überzeugung der Ermittler extra für den Überfall nach Deutschland eingereist. Sie wurden im Januar und Februar aufgrund von Europäischen Haftbefehlen in Spanien, den Niederlanden und Belgien ergriffen und nach Deutschland ausgeliefert. Alle fünf sitzten in Hessen in U-Haft. Der 19- und der 31-Jährige hätten die Tat teilweise eingeräumt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Polizei war den Beschuldigten mit Hilfe von Zeugen, Verbindungs- und Funkzellendaten auf die Schliche gekommen. Eine eigens eingesetzte Sonderkommission bestand aus 35 Kripobeamten.

dpa

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