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Fliegerbombe entdeckt: Entschärfung am Donnerstagabend

Notfälle Fliegerbombe entdeckt: Entschärfung am Donnerstagabend

Statt eines gemütlichen Abends daheim steht heute für 8000 Frankfurter ein Spontanbesuch bei Freunden oder in der Messe an: Wegen einer Bombenentschärfung wird das Gallusviertel evakuiert. Die Feuerwehr hat inzwischen reichlich Erfahrung.

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Im Frankfurter Gallusviertel wurde eine Weltkriegsbombe entdeckt.

Quelle: Boris Roessler

Frankfurt/Main. Rund 8000 Menschen müssen am Donnerstagabend wegen einer Bombenentschärfung in Frankfurt ihre Wohnung oder ihren Arbeitsplatz verlassen. Der 50 Kilo schwere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch bei Bauarbeiten in der Nähe der Frankfurter Messe gefunden worden. Bis um 19 Uhr soll ein Gebiet mit einem Radius von 500 Metern rund um den Fundort evakuiert sein, wie die Feuerwehr Frankfurt am Donnerstag mitteilte.

Um 23 Uhr beginnen Spezialisten dann mit der Entschärfung, die nach Schätzungen eine Stunde dauern könnte. Das Ende der Sperrung im Frankfurter Gallusviertel geben Polizei und Feuerwehr dann im Internet und im Radio bekannt.

Die Menschen sind aufgefordert, selbstständig das Risikogebiet zu verlassen. Die Polizei kontrolliert dann, ob der Bereich wirklich menschenleer ist und darf Bewohner auch unter Zwang in Sicherheit bringen. Für Hilfsbedürftige gibt es eine Telefonnummer, an die sie oder ihre Angehörigen sich wenden können. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers Thomas Koch liegen in dem Bereich unter anderem ein Pflegeheim und mehrere Hotels.

Für Menschen, die kein kurzfristiges Obdach bei Freunden oder Verwandten finden, stellen die Rettungskräfte eine Unterkunft im Forum der Messe Frankfurt bereit. Diese sei von der Evakuierungszone zu Fuß zu erreichen und ab 18 Uhr geöffnet. Die Messe rechne mit bis zu 1000 Menschen, sagte ein Sprecher der Messe. Es sei aber auch für mehr Schutzsuchende Platz.

Teile der Messe liegen noch im betroffenen Bereich. Dort hätten Arbeiter bereits am Mittwochabend ein Gasflaschenlager geräumt, sagte der Feuerwehrsprecher.

Die Entschärfung hat nicht nur Auswirkungen auf die Bewohner des Bereichs: Während des Evakuierungszeitraums kommt dort der öffentliche Nahverkehr laut Mitteilung zum Erliegen. Dies betreffe auch die durch die Galluswarte fahrenden S-Bahnen S3, S4, S5 und S6. Reisende sollen sich im Internet über die Ausfälle informieren.

Anfang September vergangenen Jahres hatte der Fund eines Weltkriegs-Blindgängers mit 1,4 Tonnen Sprengstoff in Frankfurt deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Bei der Mammut-Evakuierung hatten damals rund 65 000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen, 12 000 Feuerwehrleute waren im Einsatz. "Natürlich kommen uns die Erfahrungen von damals jetzt zugute", sagte der Feuerwehrsprecher.

dpa

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