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Panorama Zahl von Flügen nach 23 Uhr in Frankfurt auf Rekordniveau
Mehr Hessen Panorama Zahl von Flügen nach 23 Uhr in Frankfurt auf Rekordniveau
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14:33 22.06.2018
Laut Hessischem Rundfunk starten am Flughafen Frankfurt am Main immer mehr Flüge in der Nachtverbotszeit. Quelle: Daniel Reinhardt/Archiv
Frankfurt/Wiesbaden

Am Frankfurter Flughafen landen und starten immer mehr Flüge zwischen 23 Uhr und Mitternacht - also in der Zeit des Nachtflugverbots. Im Mai sei mit 298 Starts und Landungen während dieser Stunde ein Negativrekord erreicht worden, berichtet das Internetportal hessenschau.de am Freitag. Die Zahl der monatlichen Verspätungen habe vor allem seit Betriebsbeginn der Billigfluggesellschaft Ryanair im März 2017 zugenommen. Auch andere Airlines seien beteiligt, darunter der Ferienflieger Condor.

Ryanair habe zwar nach massiver Kritik zwei Flüge nach vorne verlegt, um verspätete Landungen zu vermeiden; zugleich sei aber mindestens eine andere Verbindung nach hinten gelegt worden, heißt es in dem Bericht. In Frankfurt gilt zwischen 23 und 5 Uhr ein Nachtflugverbot; nach 23 Uhr sind verspätete Landungen möglich, wenn sie sich nicht aus einem zu eng getakteten Flugplan ergeben. Auch einzelne Starts sind dann erlaubt. Gründe hierfür können etwa heftige Gewitter sein.

Das Verkehrsministerium betonte, die Häufung sei nicht akzeptabel. Im Mai habe es zahlreiche Gewitter gegeben, die zu Verzögerungen am größten deutschen Flughafen führten. Dies erkläre aber nur einen Teil der Verspätungen. Alle rechtlich zur Verfügung stehenden Möglichkeiten würden genutzt und alle auffälligen Flugbewegungen an das Regierungspräsidium Darmstadt gemeldet, damit Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden könnten. Notfalls müssten die Vorschriften verschärft werden.

Dem Bericht zufolge beruft sich Ryanair auf unberechtigte Streiks und Engpässe bei der Flugverkehrskontrolle vor allem in Frankreich, Deutschland und Italien sowie ungünstige Wetterbedingungen. Condor verweise auf ein gestiegenes Flugvolumen in Europa, das die Flughäfen überlaste.

Minister Tarek Al-Wazir (Grüne) müsse das Nachtflugverbot als geltendes Recht durchsetzen, forderte die SPD-Landtagsfraktion. Dazu seien konkrete Vorschläge nötig, die eine echte Verbesserung brächten. Der Billigflieger Ryanair habe von Beginn seiner Präsenz in Frankfurt an Probleme gehabt, das Nachtflugverbot einzuhalten. Die Linke forderte, zu prüfen, ob Fluggesellschaften, die ständig nach 23 Uhr landeten, die Landeerlaubnis entzogen werden könne.

dpa

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