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Nur Bruchteil an Bauraum ausgeschöpft in Rhein-Main

Wohnen Nur Bruchteil an Bauraum ausgeschöpft in Rhein-Main

Die Kommunen in Rhein-Main tun sich mit der Ausweisung von Baugebieten schwer. Die Stadt Frankfurt dagegen will einen Riesen-Stadtteil bauen - und stößt damit auf Widerstand.

Frankfurt/Wiesbaden. Der Bedarf nach neuen Wohnungen im Rhein-Main-Gebiet ist riesig. Doch von rund 2300 Hektar, die seit 2010 im Regionalplan fürs Bauen vorgesehen sind, haben die Kommunen dafür nur 27 Prozent verbindlich ausgewiesen. Lediglich weitere 14 Prozent sind tatsächlich bebaut worden. Der RegionalverbandFrankfurt/Rhein-Main verweist darauf, dass viele Gemeinden die mit neuen Siedlungen verbundenen Folgekosten fürchteten.

Oft lähmten auch politische Kontroversen in den Kommunalparlamenten eine aktive Wohnungspolitik, wie der zuständige Beigeordnete des Regionalverbands, Thomas Horn (CDU), sagte. Im Verband, der für die regionale Flächennutzung zuständig ist, kooperieren 75 Kommunen in der Region mit 2,3 Millionen Einwohnern. Die Organisation hat einen Bedarf von fast 190 000 Wohnungen bis zum Jahr 2030 ermittelt.

Noch gar nicht erfasst von den Regionalplanern ist das größte Projekt: Die Stadt Frankfurt will im Nordwesten der Stadt entlang der Autobahn 5 für 30 000 Menschen rund 12 000 Wohnungen bauen. Gegen den neuen Stadtteil gibt es erheblichen Widerstand von an Frankfurt grenzenden Kommunen wie Steinbach und Oberursel.

Das Land Hessen sieht keinen Grund, für das Projekt den Entwurf des Landesentwicklungsplans (LEP) zu ändern. Dieser lasse der Stadt genügend Raum, ihr Vorhaben an der Autobahn 5 zu verfolgen, erklärte das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden auf Anfrage. Frankfurt hat in Wiesbaden gegen den LEP, der noch vor der Landtagswahl im Oktober in geänderter Form in Kraft treten soll, Bedenken angemeldet.

Dort, wo Frankfurt rund 12 000 Wohnungen bauen will, sieht der Landesentwicklungsplan vorrangig landwirtschaftliche Flächen vor. Das Ministerium weist aber darauf hin, dass die Regionalplanung entscheiden könne, welches Gewicht diesen Agrarflächen zukomme und in welchem Umfang andere Nutzungen wie Siedlungen möglich seien.

Auch der im LEP vorgesehene Abstand von 400 Metern zwischen den an der A 5 entlangführenden Starkstromleitungen und geplanten Neubauten mache keine Änderung erforderlich, heißt es im Ministerium. Die Regelung beziehe sich auf Wohngebäude oder Schulen, nicht aber auf Gebäude wie Park- oder Geschäftshäuser. Die Stadt Frankfurt ist dagegen nach Angaben eines Sprechers des Planungsdezernats der Ansicht, dass die 400-Meter-Regelung das Projekt schwieriger machen könne.

dpa

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