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Nordhessen: "Beruhigter" Wald für scheue Wildtiere

Tiere Nordhessen: "Beruhigter" Wald für scheue Wildtiere

In der nordhessischen Region Meißner-Kaufunger Wald werden Wanderer und Mountainbiker von Wildtieren gezielt ferngehalten.

Wehretal. Das scheint den Tieren gutzutun. Seit auf 225 Hektar Wald Ruhezonen eingerichtet wurden, die nicht betreten werden dürfen und in denen auch nicht gejagt werde, richteten Hirsche weniger Schäden an.

Außerdem fühlten sich seltene Arten wie Luchs und Wildkatze dort wieder wohl, sagte der Präsident des hessischen Landesjagdverbandes, Dietrich Möller, am Freitag in Wehretal bei Eschwege laut Mitteilung.

Nach dem Konzept des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald und der Tourismus-Wirtschaft werden Wander- und Radwege auf rund 400 Quadratkilometern so angelegt, dass Tiere möglichst wenig gestört werden. Weil Hirsche in den Ruhezonen auch tagsüber wieder unbehelligt auf Nahrungssuche gehen könnten, seien die Schäden deutlich gesunken, sagte Möller. Wenn Hirsche durch häufige Störungen von Wiesen und Feldern vertrieben werden, fressen sie in ihren Verstecken Baumrinde und verletzen dabei die Bäume schwer.

Auch Luchs und Wildkatze fühlen sich nach Möllers Einschätzung in dem "beruhigten" Gebiet überaus wohl. So sei im Großraum Melsungen-Hoher Meißner-Kaufunger Wald im vergangenen Jahr die Aufzucht wilder Jungluchse nachgewiesen worden. In der Region lebten außerdem viele Wildkatzen.

Noch bis zum Samstag treffen sich in Wehretal die hessischen Jäger zum diesjährigen Landesjägertag. Dem Landesjagdverband gehören nach eigenen Angaben rund 90 Prozent der 22 500 Jäger und Förster an. Der Verband ist als Naturschutzverband anerkannt.

dpa

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