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Neun Jahre Haft nach Schüssen in Offenbach

Prozesse Neun Jahre Haft nach Schüssen in Offenbach

Mehr als ein Jahr nach einer Schießerei in der Offenbacher Innenstadt ist ein 48-jähriger Mann wegen versuchten Totschlags zu neun Jahren Haft verurteilt worden.

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Eine Statue der Justitia auf dem Dach des Landgerichts Darmstadt.

Quelle: Nicolas Armer/Archiv

Darmstadt. "Der Angeklagte schoss solange, bis er getroffen hatte", sagte der Vorsitzende Richter am Landgericht in Darmstadt zur Urteilsverkündung am Montag. Mit einem Schuss traf der Offenbacher mit kosovarischer Staatsangehörigkeit dem Opfer, einem aus Marokko stammenden Gaststättenbesitzer, in den Bauch. Er verletzte den damals 38-Jährigen schwer und stellte sich dann der Polizei.

Mit abgehörten Telefongesprächen hatte das Gericht die Vorgeschichte der Tat vom 29. Dezember 2016 rekonstruiert. Der Angeklagte und der Geschädigte waren am Tag zuvor wegen Spielschulden von 5000 bis 6000 Euro körperlich aneinandergeraten, wobei der Kosovare den Kürzeren zog. "Man durfte aber nicht das Gesicht verlieren", zeichnete der Richter das Motiv nach, "nicht in Offenbach und nicht in dieser Szene". Das Gericht wertete die drei Schüsse als versuchten Totschlag. Mit dem Urteil folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Die Verteidigung hatte die Tat als gefährliche Körperverletzung gesehen und höchstens drei Jahre Haft gefordert. Der Verteidiger des Kosovaren kündigte an, gegen das Urteil Revision einzulegen.

dpa

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