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Nachtauftenthalt im Bahnhofsviertel geplant

Soziales Nachtauftenthalt im Bahnhofsviertel geplant

Im Frankfurter Bahnhofsviertel soll in den kommenden Monaten ein nächtlicher Aufenthaltsort für Suchtkranke geschaffen werden. Dieser solle probeweise eine Ergänzung zu schon vorhandenen Angeboten der Drogenhilfe sein, teilte die Stadt am Dienstag mit.

Frankfurt/Main. Das Angebot richte sich an Menschen, deren "prekäre Wohnsituation und Suchterkrankung" dazu führten, dass sie nachts das Viertel nicht verlassen wollten und sich in Gruppen im öffentlichen Raum aufhielten, betonte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne).

Einen genauen Starttermin sowie ein detailliertes Konzept will die Stadt in den kommenden Wochen vorlegen.

Es gehe unter anderem darum, den nächtlichen Kreislauf aus Drogenbeschaffung und -konsum, insbesondere von Crack, zu durchbrechen. Dazu trügen auch die schon bestehenden Shuttlebusse bei, die Abhängige in Notschlafstätten außerhalb des Bahnhofsviertels bringen - unter anderem das Eastside im Osthafen, nach Angaben der Stadt die größte Drogenhilfeeinrichtung Europas.

Majer betonte: "Wir wollen nachts keine zusätzlichen Konsumanreize schaffen, sondern müssen, wenn irgend möglich, die Menschen aus dem Viertel heraus bewegen." Gerade bei der Droge Crack mit ihrem "hohen psychischen Suchtdruck" spiele das Bahnhofsviertel und die dortige Szene eine ganz bedeutende Rolle. Der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill sagte der Mitteilung der Stadt zufolge: "Ein nächtlicher Rückzugsort für Suchtkranke könnte Problemen wie Ruhestörungen, Vermüllung, aber auch Straftaten vorbeugen."

dpa

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