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Hessen Nachbarkreis: Tiere an Staupe erkrankt
Mehr Hessen Nachbarkreis: Tiere an Staupe erkrankt
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17:18 26.07.2018
Symbolfoto: Ein Tierarzt untersucht einen Hund. Foto: Axel Heimken Quelle: Axel Heimken
Wetzlar

"Die einzige Möglichkeit eine Ansteckung zu verhindern ist das Impfen", appelliert das Kreis-Veterinäramt deshalb an alle Hundehalter, die Impfpässe ihrer Tiere zu kontrollieren. Versäumte Impfungen sollten jetzt nachgeholt werden. Die Staupe-Symptome könnten denen der Tollwut ähneln, erklärt der Lahn-Dill-Kreis. Waschbären, Füchse oder andere in der Natur lebende Fleischfresser mit Verhaltensauffälligkeiten wie Verlust der Scheu, Aggressivität, Bewegungsstörungen oder Schläfrigkeit, sollten sofort dem zuständigen Jagdpächter oder der Polizei gemeldet werden.

Das Virus sei im Kreisgebiet bei insgesamt neun Waschbären und Füchsen nachgewiesen worden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Tiere wurden in Dietzhölztal, Siegbach, Dillenburg, Herborn-Seelbach, Niederscheld, Hohenahr, Greifenstein und Aßlar erlegt und im Labor untersucht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Virus auch im weiteren Kreisgebiet ausbreitet oder möglicherweise schon ausgebreitet hat.

Allgemeine Fragen beantwortet Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises telefonisch unter 06441/4077711.

Hintergrund

Staupe ist eine hochansteckende Virusinfektion, die bei Fleischfressern wie Hunden, Füchsen, Waschbären, Mardern oder Wölfen auftritt. Sie wird durch Speichel, Kot, Urin, Nasen- und Augensekret infizierter Tiere übertragen. Die Erkrankung ist nicht meldepflichtig. Umso wichtiger ist es, vorzusorgen und den eigenen Hund durch der Impfung zu schützen. Wenn sich ein ungeschützter Hund infiziert hat, gibt es keine wirksamen Behandlungsmethoden. Die Symptome der Krankheit können sehr unterschiedlich sein, von Husten und Atemnot über Erbrechen und Durchfall bis hin zu Lähmungserscheinungen. Die Staupeimpfung ist eine Standardimpfung bei Hunden. Wer sein Tier regelmäßig impfen lässt, schützt es und wirkt damit der Verbreitung des Virus entgegen.

Quelle: Lahn-Dill-Kreis