Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -7 ° heiter

Navigation:
Nach tödlicher Messerattacke: Mann vor Einweisung in Klinik

Prozesse Nach tödlicher Messerattacke: Mann vor Einweisung in Klinik

Nach einer tödlichen Messerattacke gegen einen Zimmergenossen in einer Obdachlosenunterkunft steht ein Angeklagter vor der dauerhaften Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik.

Voriger Artikel
Müllwagen sollen Frankfurter Fastnachtszug sichern
Nächster Artikel
In 220 Fällen Medikamente erschwindelt: Frau vor Gericht

Richterhammer auf einer Richterbank.

Quelle: Uli Deck/Archiv

Frankfurt/Main. Der Haitianer, dessen Alter nicht genau feststeht, hatte den 53 Jahre alten Mitbewohner im vergangenen Juni laut Anklage mit einem kleinen Brotmesser in den Hals gestochen. Wenige Tage später starb das Opfer.

Vor Gericht gab er an, seit einigen Jahren regelmäßig Stimmen zu hören. Auch zu der Bluttat in dem Obdachlosenheim hätten ihn diese Stimmen zugeraten. Mittlerweile sei er jedoch entsetzt darüber, was er getan habe. "Es war eigentlich mein Freund und Kumpel", hatte er bereits dem psychiatrischen Sachverständigen kurze Zeit nach dem Vorfall über das Opfer erzählt. Einen wirklichen Grund für die Messerattacke gab es offenbar aber nicht.

Die Staatsanwaltschaft geht rechtlich von Totschlag aus, hat aber bereits den Antrag gestellt, den Täter aufgrund von Schuldunfähigkeit dauerhaft in einer Klinik unterzubringen. Auch der psychiatrische Sachverständige schloss eine Steuerungsfähigkeit des Mannes aus und äußerte Zweifel an seiner Fähigkeit, das Unrecht seiner Tat einzusehen. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst drei Verhandlungstage terminiert und will den Prozess bereits Mitte Februar abschließen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Mit der OP durch das Gartenjahr

Experten-Tipps von der ersten Saat bis zur letzten Ernte