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Nach Sieg Feldmanns beraten Gremien über OB-Wahl in Frankfurt

Wahlen Nach Sieg Feldmanns beraten Gremien über OB-Wahl in Frankfurt

Nach dem überraschenden Sieg des SPD-Kandidaten Peter Feldmann bei der Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt werden am (heutigen) Montag die Parteien über das Ergebnis beraten.

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Mit Feldmann gelingt der SPD in Hessen ein Comeback Foto: Andreas Arnold

Frankfurt/Main. Das Wahlamt will außerdem am Vormittag eine Analyse des Wahlausgangs vorlegen. Feldmann hatte am Sonntag bei der Stichwahl 57,4 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten. Der favorisierte CDU-Kandidat, Hessens Innenminister Boris Rhein, kam lediglich auf 42,6 Prozent.

In Hessens größter Stadt hat Feldmann damit nach 17 Jahren wieder den OB-Posten für die SPD zurückerobert. Er löst die seit 1995 amtierende CDU-Politikerin Petra Roth ab. Die 67-Jährige hatte Ende vergangenen Jahres vorzeitig ihren Rückzug angekündigt.

Als neuer Oberbürgermeister muss der 53-jährige Feldmann künftig mit dem von CDU und Grünen beherrschten Magistrat zusammenarbeiten. Die SPD ist in der Stadtverordnetenversammlung im Römer (Rathaus) nur drittstärkste Kraft und in der Opposition.

Die Grünen warten auf ein Gesprächsangebot Feldmanns, wie Frankfurts Grünen-Chef Omid Nouripour am Sonntagabend sagte. Feldmann werde sich keine Mehrheit herbeizaubern können. Man müsse aber miteinander arbeiten. Die Grünen, deren Kandidatin im ersten Wahlgang ausgeschieden war, hatten auf eine Wahlempfehlung am Sonntag verzichtet.

Er werde mit dem Magistrat und nicht gegen ihn arbeiten, hatte Feldmann am Sonntag angekündigt. Der Wahlsieger wollte am Montag zunächst mal ausschlafen und anschließend seine Tochter von der Kita abholen. Im Wahlkampf hatte Feldmann mit der Forderung nach erschwinglichen Wohnungen und dem Kampf gegen Kinder- und Altersarmut gepunktet.

Rund 463 000 Frankfurter waren zur Direktwahl des neuen Rathauschefs aufgerufen. 34,5 Prozent machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte die Wahlbeteiligung bei 37,5 Prozent gelegen.

Das Wahlergebnis dürfte am Montag auch in den Parteigremien auf Landesebene ein wichtiges Thema sein. CDU-Landeschef Volker Bouffier sprach am Sonntagabend in Frankfurt von "einem bitteren Tag" für die hessische Union. "Ich kann mir das Ergebnis noch nicht erklären", sagte Bouffier. Dagegen sprach Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel von einem "grandiosen Abend". Das Comeback in Frankfurt sei ein "Meilenstein". FDP-Landeschef Jörg-Uwe Hahn schob den Schwarzen Peter für die CDU-Wahlniederlage in Frankfurt den Grünen zu. Sie hätten sich nicht als zuverlässiger Koalitionspartner erwiesen.

dpa

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