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Nach Sicherheitslücke: Bewohnerparkausweis nur analog

Kommunen Nach Sicherheitslücke: Bewohnerparkausweis nur analog

Nach Aufdeckung einer möglichen Sicherheitslücke ist in mehreren hessischen Kommunen ein Online-Antrag auf einen Bewohnerparkausweis in den nächsten Tagen nicht möglich.

Frankfurt/Gießen. Durch Recherchen des Chaos-Computer-Clubs Darmstadt und des Hessischen Rundfunks (HR) hatte sich herausgestellt, dass die Anwendung durch den Einsatz einer speziellen Software so manipuliert werden kann, dass beim Ausfüllen von digitalen Anträgen für Parkausweise persönliche Daten von anderen Bürgern aus dem Einwohnermelderegister möglich sind, berichtete ein HR-Sprecher in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung.

Der kommunale IT-Dienstleister ekom21 wertete daraufhin die Protokolldateien aus. Ein Missbrauch der Anwendung oder die Verwendung fremder Personendaten seien nicht festgestellt worden, sagte eine Unternehmenssprecherin. Derzeit werde die Software umgestellt, um Sicherheitslücken auszuschließen.

"Seit gestern wurde die Anwendung vom Netz genommen", sagte eine Sprecherin der Stadt Offenbach am Donnerstagabend. Der Service stehe voraussichtlich in der kommenden Woche wieder zur Verfügung. Auch die Stadt Frankfurt wies darauf hin, dass das System wegen Wartungsarbeiten kurzfristig nicht zur Verfügung stehe.

Die Anwendung "Bewohnerparken" wurde ursprünglich geschaffen, um Bürgern den Zugang zu einem Bewohnerparkausweis zu erleichtern und die jeweiligen Verwaltungen von zeitaufwendigen Routineaufgaben zu entlasten.

dpa

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