Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 12 ° heiter

Navigation:
NSU: Verfassungsschützerin kritisiert Umgang mit Temme

Landtag NSU: Verfassungsschützerin kritisiert Umgang mit Temme

Im NSU-Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags hat eine Verfassungsschutzmitarbeiterin ihr Unverständnis ausgedrückt, dass gegen Andreas Temme nicht umfangreich disziplinarisch ermittelt wurde.

Voriger Artikel
Offenbachs Oberbürgermeister kandidiert nicht wieder
Nächster Artikel
Frontal gegen Hauswand: Transporterfahrer stirbt

Andreas Temme.

Quelle: Andreas Arnold/Archiv

Wiesbaden. Der damaligen Verfassungsschützer war während oder kurz vor den tödlichen Schüssen auf den deutsch-türkischen Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat im Jahr 2006 in Kassel vor Ort. Die Juristin war mit den Vorermittlungen zu dem Disziplinarverfahren befasst.

Am Freitag sagte die Zeugin in Wiesbaden, sie habe acht Verfehlungen von Temme aufgelistet, unter anderem wegen Drogen- und Waffenbesitzes sowie rechtsextremistischem Materials. Es sei ihr unverständlich, dass der Mann so ungeschoren davon gekommen sei.

Der Untersuchungsausschuss will klären, ob bei den Ermittlungen nach dem Mord an Yozgat in den hessischen Behörden Fehler gemacht wurden. Dabei spielt der ehemalige Verfassungsschützer Temme, gegen den auch monatelang wegen Tatbeteiligung ermittelt worden war, eine entscheidende Rolle. Die Tat wird dem rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeschrieben, der 2011 aufflog. Die tödlichen Schüsse in Kassel 2006 waren der neunte Fall in der Mordserie.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hessen