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Hessen NS-Zeit von Ex-OB: Vorwurf der Manipulation gegen Kassel
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14:53 25.11.2015
Kassel

Die Rolle des SPD-Politikers (1963-1975) im Nationalsozialismus werde verharmlost.

Hintergrund ist, dass eine Tafel zum Leben und Wirken des Politikers an der Karl-Branner-Brücke über der Fulda angebracht werden soll. Nach Ansicht der Forscher stand Branner als junger Mann der NS-Ideologie nahe und verfasste seine Doktorarbeit 1937 im völkisch-antisemtischen Sinne. Über den Streit hatte zuvor unter anderem die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" (HNA) berichtet.

Die Stadt reagierte mit einer knappen Mitteilung: "Der vom Magistrat beschlossene Text der Gedenktafel zeigt in allen wichtigen Aspekten die Verstrickungen und Verbindungen Branners in das NS-Regime auf. Es gehört gleichwohl zum Gesamtbild der Person Branner, dass er sich nach dem Krieg und im Laufe seines weiteren beruflichen und politischen Lebensweges glaubhaft zu einem Demokraten wandelte."

Welche Konsequenzen nun aus der Kritik gezogen werden - dazu wollte ein Stadtsprecher am Mittwoch keine Stellung nehmen. Mit der im Frühjahr vorlegten Studie war auch die NS-Vergangenheit anderer Kasseler Oberbürgermeister unter die Lupe genommen worden.

dpa