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Mutmaßlicher "Reichsbürger" wegen Waffenbesitz vor Gericht

Prozesse Mutmaßlicher "Reichsbürger" wegen Waffenbesitz vor Gericht

Am Landgericht Hanau hat am Dienstag ein Prozess gegen einen mutmaßlichen "Reichsburger" wegen unerlaubten Besitzes von Waffen und Kriegswaffen begonnen. Dem 57-Jährigen Mann wird vorgeworfen, Waffen ohne die erforderliche Erlaubnis besessen zu haben.

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Briefkasten am Landgericht in Hanau.

Quelle: Marius Becker/Archiv

Hanau. Darunter befanden sich laut Anklage unter anderem ein Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow, zwei Pistolen, Munition und ein Kanonenteil eines Jagdflugzeugs der ehemaligen deutschen Wehrmacht.

Gefunden wurden die Waffen und weitere nicht illegale Dekowaffen bei einer Zwangsräumung einer Wohnung im Juli 2015 in Großkotzenburg (Main-Kinzig-Kreis). Der Angeklagte sagte im Prozess, dass ihm die Waffen nicht gehörten. Es habe sich auch nicht um seine Wohnung, sondern die seiner Mutter gehandelt. Er fügte hinzu, es habe sich bei den Fundstücken in einer Kiste in einer Garage um Teile einer "luftfahrthistorischen Sammlung" gehandelt, die von seinem Vater stamme. Sie seien auch nicht funktionstüchtig gewesen. Er sei kein Waffennarr - "Blödsinn!"

Der Angeklagte könnte laut Staatsanwaltschaft den sogenannten Reichsbürgern angehören. Diese erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an und weigern sich, amtliche Bescheide und Bußgelder zu befolgen und Steuern zu zahlen. Die Bewegung wird inzwischen bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet. Immer wieder begehen die Anhänger der Szene Straftaten.

Der Angeklagte wollte das Verfahren in Hanau gegen ihn nicht anerkennen. Er versuchte dem Gericht immer wieder Fragen zu seiner Legitimation zu stellen.

dpa

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