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Hessen Ministerium antwortet Opposition im Fall Woolrec
Mehr Hessen Ministerium antwortet Opposition im Fall Woolrec
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15:22 31.07.2015
Die Firma Woolrec stellte die belasteten Ziegel her. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Wiesbaden/Braunfels

Diese hatten nach einem Bericht des Hessischen Rundfunks Aufklärung gefordert. Demnach sollen europaweit Ziegelsteine mit dem Produkt Woolit der mittelhessischen Firma Woolrec verbaut worden sein. Das Material sei krebserzeugend sowie mit Schwermetallen belastetet.

Das Ministerium berichtete den Landtagsfraktionen von verschiedenen Gutachten zu dem aus recycelten, künstlichen Fasern hergestellten Woolit. Dieses sollte Ziegelsteine stabiler machen. Untersuchungen hätten ergeben, dass "keine Gefahren durch freiwerdende Fasern ausgehen". Zum Vorwurf, dass Abfälle aus der Emaille-Produktion zu einer Schafstoffbelastung geführt habe, hieß es: "Eine gesundheitlich relevante Schwermetallfreisetzung aus den Ziegeln ist (...) nach Kenntnisstand der Genehmigungsbehörde sehr unwahrscheinlich."

Woolrec aus Braunfels war nach langem Streit um mögliche Schadstoffe 2012 geschlossen worden. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Firmeninhaber und einen Gutachter erhoben, der das Faser-Produkt für unbedenklich erklärt haben soll.

dpa