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Milde Strafen für Umsatzsteuerbetrüger gefordert

Prozesse Milde Strafen für Umsatzsteuerbetrüger gefordert

Im Frankfurter Großprozess um betrügerischen Handel mit Umweltzertifikaten haben mehrere Verteidiger mildere Strafen für ihre Mandanten verlangt.

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Milde Strafen für Umsatzsteuerbetrüger gefordert. Foto: Frank May/Archiv

Frankfurt. Den Männern sei es unter anderem von der Deutschen Bank zu leicht gemacht worden, sich bei dem Handel nicht bezahlte Vorsteuer in Höhe von rund 230 Millionen Euro vom Finanzamt erstatten zu lassen, argumentierten sie am Mittwoch vor dem Landgericht.

Das Umsatzsteuerkarussell hatten die Täter über die Deutsche Bank organisiert, die sich dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft ausgesetzt sieht, die illegalen Geschäfte erst ermöglicht zu haben. Gegen sieben Bankbeschäftigte wird in diesem Zusammenhang noch ermittelt.

Ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen, bezeichneten die Rechtsanwälte die von der Staatsanwaltschaft gegen die sechs Angeklagten beantragten Strafen von bis zu achteinhalb Jahren als überhöht. Insbesondere der 28 Jahre alte Haupttäter, auf dessen Konto ein Steuerschaden von allein 105 Millionen Euro geht, dürfe nicht zu einer derart hohen Strafe verurteilt werden, hieß es im Schlussvortrag seines Verteidigers.

Die Plädoyers für zwei Angeklagte sollen noch am Donnerstag gehalten werden. Das Urteil wird für den 21. Dezember erwartet.

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