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Metall-Arbeitgeber: Warnstreiks unverständlich und unverantwortlich

Tarife Metall-Arbeitgeber: Warnstreiks unverständlich und unverantwortlich

Bei den Metall-Arbeitgebern im Bezirk Mitte wird scharfe Kritik an den von Sonntag an geplanten Warnstreiks laut.

Koblenz. Die Maßnahmen seien unverständlich und unverantwortlich, sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes vem.die arbeitgeber, Thorsten Bröcker, am Freitag in Koblenz. Im Werk von ThyssenKrupp Rasselstein in Andernach steht am Sonntag einer der ersten Warnstreiks der westdeutschen Metallindustrie nach dem Ende der Friedenspflicht an. Die IG Metall rechnet mit mehr als 500 Teilnehmern. Für den IG-Metall-Bezirk Frankfurt ist es der erste Warnstreik.

Bröcker sagte, die Arbeitgeber hätten mit der in Aussicht gestellten Lohnerhöhung von drei Prozent das höchste Angebot der vergangenen 20 Jahre gemacht. Zudem seien in der jüngsten Krise viele Stellen gehalten und danach neue geschaffen worden. Komme es nun zu massiven Streiks, würden die Kunden in Mitleidenschaft gezogen, doch die könnten sich anderswo umtun - "bei unserer Konkurrenz", sagte Bröcker. Sein Verband vertritt Arbeitgeber im Rheinland und in Rheinhessen.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche 6,5 Prozent mehr bei einer kürzeren Laufzeit. Weitere Knackpunkte sind die Forderung nach mehr Mitbestimmung bei der Zeitarbeit und einer unbefristeten Übernahme von Ausgebildeten. Hier zeigten sich die Arbeitgeber bislang wenig verhandlungsbereit.

Die Tarifkommission des Bezirks Mitte, zu dem zusätzlich noch das Saarland, Hessen und Thüringen gehören, hatte am Donnerstag in Friedberg beschlossen, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Sie beschloss, die Vorbereitungen für einen Streik aufzunehmen. Nach Angaben des Bezirks vom Donnerstag hatten bereits mehr als 12.000 Metaller ihren Protest gegen das Arbeitgeberangebot dokumentiert.

dpa

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