Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Mehr Schreckschusswaffen verkauft: Absatz steigt

Innere Sicherheit Mehr Schreckschusswaffen verkauft: Absatz steigt

Schreckschusswaffen und Reizgas sind 2016 nach Einschätzung der Branche häufiger als in den Vorjahren über den Ladentisch gegangen. "Was wir gemerkt haben war ein Auf und Ab im Verkauf solcher freien Abwehrmittel", berichtete der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB), Ingo Meinhard, in Marburg.

Marburg. Diese Entwicklung habe im Zusammenhang gestanden mit Medienberichten über Anschläge und andere Straftaten. Demnach wurde ein erstes Plus nach den massiven Übergriffen in der vorletzten Kölner Silvesternacht und bis nach Karneval beobachtet.

Von März bis etwa Juli 2016 seien die Zahlen auf einem ähnlichen Niveau wie sonst auch gewesen. "Dann kam Nizza, dann kam München und wir haben wieder einen Anstieg gemerkt." Nach dem Berliner Anschlag vor Weihnachten gab es Meinhard zufolge offenbar kein bundesweites Umsatzplus mehr. "Wir gehen davon aus, dass sich besorgte Menschen mit Sicherheitsartikeln bereits versorgt haben." Über konkrete Absatzzahlen verfügt der Verband nach eigenen Angaben noch nicht. Die entsprechenden Daten würden derzeit gesammelt.

Neben Schreckschusswaffen und Reizgas seien 2016 auch häufiger Schrillalarme oder Blend-Taschenlampen verkauft worden, berichtete Meinhard. Derartige Geräte sollen Angreifer in die Flucht schlagen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hessen