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Mehr Masernerkrankungen in Hessen

Gesundheit Mehr Masernerkrankungen in Hessen

In Hessen sind im Jahr 2017 mehr Masernerkrankungen festgestellt worden. Während das Robert-Koch-Institut für das Jahr 2016 noch 10 Fälle verzeichnet hatte, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 76 (Stand: bis Mitte Dezember).

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Das Feld für Masern in einem Impfpass ist leer.

Quelle: Lukas Schulze/Archiv

Frankfurt. Allein 19 Fälle registrierte das RKI im hessischen Lahn-Dill-Kreis. An zweiter Stelle folgt Frankfurt mit 14 Erkrankungen.

Dem hessischen Sozialministerium zufolge waren im Frühjahr besonders junge Erwachsene erkrankt. "Es gab nur sehr wenige Masernfälle bei Kindern im Alter bis sechs Jahre", sagte ein Sprecher. Es habe mehrere zusammenhängende Fälle in Einrichtungen sowie in Familien in Frankfurt und Umgebung sowie im Lahn-Dill-Kreis gegeben. Im  November und Dezember seien keine Masernfälle mehr gemeldet worden.

Ein Sprecher des Frankfurter Gesundheitsamts sagte, besonders betroffen sei 2017 der Stadtteil Höchst gewesen: "Bei ungeimpften Kindern wurden an zwei Schulen Besuchsverbote ausgesprochen", sagte er, "allerdings musste keine Schule geschlossen werden".

Masern gehören zu den ansteckendsten Erkrankungen überhaupt. In schlimmen Fällen kann als Komplikation eine tödlich verlaufende Hirnhautentzündung auftreten - unter Umständen sogar Jahre nach der Maserninfektion. 2016 etwa verstarb die sechsjährige Alina aus Bad Hersfeld an den Folgen einer chronischen Gehirnentzündung. "Jetzt gilt es, die Impflücken zu schließen und auch noch den kleinen Teil der Impfgegner und Impfskeptiker durch Aufklärung zu überzeugen", sagte der Sprecher des Sozialministeriums.

dpa

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