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Mehr Bewerber mit ausländischen Wurzeln bei Bundespolizei

Polizei Mehr Bewerber mit ausländischen Wurzeln bei Bundespolizei

Immer mehr junge Menschen mit ausländischen Wurzeln bewerben sich bei der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt. Das ist nach Angaben der Behörde das Ergebnis des Pilotprojektes „Nachwuchsgewinnung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund", das seit April 2010 läuft.

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Mehr Bewerber mit ausländischen Wurzeln. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv

Frankfurt/Main. Eine Zwischenbilanz stellte die Bundespolizei am Donnerstag in Frankfurt vor.

In der Bewerbungsrunde 2011/2012 hätten sich 418 Interessierte bei der Direktion beworben, davon 82 mit Migrationshintergrund - das seien 20 Prozent und zugleich eine Steigerung von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Damals hatten noch insgesamt 286 junge Menschen ihre Unterlagen eingeschickt, davon 46 mit ausländischen Wurzeln. Die Pressesprecherin der Behörde, Melanie Kostka, sieht diesen Trend als Resultat des Projektes. Auch seien die Anfragen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund nach Praktika gestiegen.

Die Glaubwürdigkeit der Bundespolizei werde insbesondere durch die motivierte Mitwirkung junger Polizisten mit ausländischen Wurzeln erhöht. "Das ist sehr hilfreich - da spart man die Dolmetscherarbeit an einem internationalen Flughafen wie in Frankfurt", sagte Kostka. Aus der ursprünglichen Nachwuchswerbung sei mittlerweile eine Integrationsinitiative geworden. Vor allem solle unter den angesprochenen Berufsanfängern das Bewusstsein gestärkt werden, die familiäre Herkunft als Chance und nicht als Nachteil zu verstehen.

Die Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt/Main ist eine von zehn Direktionen in Deutschland. Sie kontrolliert den Grenz-, Luft- und Bahnverkehr auf dem Gebiet des Airports. Von den derzeit 2.178 Beschäftigten hätten 3,3 Prozent einen Migrationshintergrund. "Das, was vor Jahren noch die Frauenquote bei der Bundespolizei war, ist heute die Migrations-Prozentzahl", sagte Kostka.

dpa

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