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Mehr Beschwerden über Obdachlose: Bußgelder bleibt Ausnahme

Soziales Mehr Beschwerden über Obdachlose: Bußgelder bleibt Ausnahme

Bußgelder und Ordnungswidrigkeiten gegen Obdachlose in der Frankfurter Innenstadt bleiben nach Angaben eines Sprechers des Ordnungsamtes eine Ausnahme. "Die Mehrheit der Betroffenen hat ohnehin kein Geld, und der Verwaltungsaufwand für Barverwarnungen oder Ordnungswidrigkeitsverfahren kostet Zeit und Geld", sagte ein Behördensprecher am Freitag.

Frankfurt/Main. Zur Zahl der Verfahren oder Bußgelder konnte er keine Angaben machen. Zuvor hatte die "Frankfurter Rundschau" über Kritik der Linken über sogenannte Barverwarnungen von Obdachlosen berichtet.

Nach Angaben des Ordnungsamtes sprechen Beamte Obdachlose etwa in der Einkaufsstraße Zeil an, wenn es Beschwerden über ihr Verhalten gebe. "Wir weisen auf die Möglichkeiten von Unterkünften hin, wenn das Verhalten andauert, gibt es einen Platzverweis", sagte der Sprecher.

Die Beschwerden über Menschen, die auf Bänken oder in Haus- und Geschäftseingängen schliefen, hätten "gefühlt zugenommen". Es gehe nicht um die Vertreibung von Obdachlosen. "Aber wenn es wüst aussieht, Eingänge verunreinigt werden oder aggressives Verhalten da ist, ist das nicht mehr tolerierbar."

Die Schlafplätze in der B-Ebene der Konstablerwache würden unterdessen "im niedrigen dreistelligen Bereich" gut genutzt, hieß es. Dies hänge aber auch vom Wetter ab.

dpa

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