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Medizinische Hilfe für Migranten - Neue Initiative gegründet

Gesundheit Medizinische Hilfe für Migranten - Neue Initiative gegründet

Auch Fulda hat nun eine Anlaufstelle für Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis oder Krankenversicherung, die eine medizinische Behandlung benötigen. Bei der Malteser Migranten Medizin (MMM) fänden sie einen Arzt, hieß es am Montag bei der Eröffnung im Herz-Jesu-Krankenhaus.

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MMM behandelt ohne Patienten ohne Versicherung.

Quelle: Federico Gambarini/Archiv

Fulda. Es sei ein Dienst für eine gar nicht so kleine Gruppe in der Gesellschaft, teilten die Malteser mit. Behandelt werden aber nicht nur Migranten, sondern auch Deutsche, die aus der Krankenversicherung herausgefallen sind.

Formale Fragen nach Papieren werden vor der Behandlung nicht gestellt. "Wenn ein Mensch es vor Schmerzen nicht mehr aushält oder eine Erkrankung sein Leben bedroht, zählt nur noch die Frage, wie dieser Mensch wieder gesund werden kann", erklärte die Fuldaer Malteser-Sprecherin Stefanie Bode.

In Hessen gibt es die Malteser Migranten Medizin bereits in Frankfurt und Darmstadt. Allein im vergangenen Jahr seien an beiden Standorten bereits knapp 1.200 Patienten behandelt worden, sagte Bode. Beide Praxen öffnen einmal wöchentlich, durchschnittlich werden elf Patienten pro Sprechstunde und Standort behandelt.

Bundesweit wurden nach Malteser-Angaben seit der Gründung vor elf Jahren mehr als 40.000 Patienten an elf Standorten behandelt. Häufige Gründe für die Behandlungen seien Unfallfolgen, Zahnschmerzen, Schwangerschaften, Tumor- und Infektionserkrankungen.

dpa

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