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Hessen Marx verdächtigt Verfassungsschutz des "betreuten Mordes"
Mehr Hessen Marx verdächtigt Verfassungsschutz des "betreuten Mordes"
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07:52 31.03.2016
Marx (SPD) kritisiert den Verfassungsschutz mit drastischen Worten. Quelle: M. Reichel/Archiv
Berlin

Zum Zeitpunkt des Mordes an Halit Yozgat 2006 in seinem Kasseler Internetcafé war auch ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes vor Ort. Die Tat wird neben neun weiteren überwiegend rassistisch motivierten Morden dem "Nationalsozialistischen Untergrund" zugerechnet. Dem Verfassungsschutz wurde immer wieder vorgeworfen, die Ermittlungen teilweise behindert zu haben.

In einem Rechtsstaat dürfe es keine "kontrollfreien Zonen" geben, sagte Marx, die den NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag leitet. Es sei ein "Denkfehler", dass für den Verfassungsschutz etwas anderes gelten müsse, nur weil dieser mit konspirativen Mitteln arbeiten dürfe, betonte die SPD-Politikerin vor der Vorführung eines ARD-Dreiteilers zu der NSU-Terrorserie in einem Berliner Kino.

dpa