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Marx kritisiert Flüchtlingsdebatte

Migration Marx kritisiert Flüchtlingsdebatte

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat scharfe Kritik am Verlauf der Flüchtlingsdebatte in Deutschland geübt. Die Diskussion der vergangenen Monate erwecke den Eindruck, als sei es das Wichtigste, möglichst viele Schutzsuchende wieder loszuwerden, sagte Marx am Dienstagabend im ZDF-"heute journal".

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Kardinal Reinhard Marx hält eine Predigt.

Quelle: Arne Dedert

Berlin. "Wir können diese Menschen nicht einfach als Menschen sehen, die wir am liebsten am schnellsten von uns wegschieben." Man könne den Armen nicht den Rücken zukehren.

Marx wollte sich nicht zu den abfälligen Worten von CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer über Asylbewerber äußern. "Ich bin nicht der Meinung, ich müsste jeden Tag kommentieren, was da gesagt wird", sagte er. Er vermisse vielmehr grundsätzlich eine Diskussion darüber, wie Fluchtursachen bekämpft werden könnten und den Millionen Menschen in Flüchtlingslagern zu helfen sei.

Marx zeigte sich überzeugt, dass Deutschland und Europa noch sehr viel größere Anstrengungen unternehmen müssten, um Schutzsuchenden in aller Welt zu helfen. "Es kommen noch ganz andere Dimensionen auf uns zu", betonte er. "Da gibt es ein paar christliche Prinzipien: Jeder, der an unsere Grenzen kommt, wird menschenwürdig behandelt. Jeder bekommt ein faires Verfahren. Niemand wird zurückgeschickt in eine Situation von Krieg und Verfolgung." Dies seien Grundprinzipien, auf die sich Christen einigen sollten.

dpa

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