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Mann wegen Lotto-Betrugs vor Gericht

Glücksspiele Mann wegen Lotto-Betrugs vor Gericht

Der Betreiber einer Lotto-Verkaufsstelle soll eine Frau um ihren Gewinn betrogen haben. Er zahlte ihr einen viel niedrigeren Betrag aus als ihr zustand. Jetzt steht der Mann vor Gericht.

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Jemand füllt einen Lottoschein aus.

Quelle: Inga Kjer/Archiv

Darmstadt/Wiesbaden. Weil er eine Frau um ihren Lotto-Gewinn betrogen haben soll, steht ein Mann von Mittwoch an (7. Februar) vor dem Darmstädter Amtsgericht. Die Frau hatte im vergangenen Jahr 477 777 Euro im Lotto gewonnen. Der Betreiber der Lotto-Verkaufsstelle in Egelsbach (Kreis Offenbach) soll ihr jedoch gesagt haben, der Gewinn betrage nur 8000 Euro. Diese Summe zahlte er ihr bar aus. An dem restlichen Betrag wollte sich der Mann laut Anklage bereichern. Die 44-Jährige stellte erst am nächsten Tag die tatsächliche Höhe ihres Gewinns fest.

Ein Fall wie dieser sei in Deutschland einzigartig, erklärte Andreas Bickler, Sprecher von Lotto Hessen. Dass der Mann die 8000 Euro in bar ausgezahlt habe, sei nicht ungewöhnlich. Erst ab 8000 Euro werden Gewinne überwiesen. Allerdings sei das Vorhaben des Lotto-Verkäufers ohnehin zum Scheitern verurteilt gewesen. Mit der Spielquittung der Gewinnerin hätte er den Gewinn nicht in die eigene Tasche stecken können. "Ihm wäre das Geld nicht ausgezahlt worden, weil er in seiner eigenen Verkaufsstelle nicht hätte spielen dürfen", sagte Bickler.

Um sich vor derartigen Betrügereien zu schützen, rät Lotto Hessen, auf die Spielquittung aufzupassen. Mit ihr können Spieler online ihren Gewinn überprüfen. Außerdem wird sie bei Beträgen über 8000 Euro eingescannt und an die Lotto-Zentrale übermittelt. Die bestätigt dem Gewinner, dass alle weiteren Schritte in die Wege geleitet wurden. "Auf der Rückseite der Spielquittung ist ein Aufdruck, auf dem die Kunden ihren Namen und ihre Adresse vermerken können. Davon sollten sie auch Gebrauch machen", empfahl Bickler.

Wer den Verdacht hat, betrogen worden zu sein, sollte den Kundendienst kontaktieren, regte Bickler an. Bei registrierten Kunden könnten die Spielquittungen direkt gesperrt werden, auch bei anonymen Tipps sei das in einigen Fällen möglich.

dpa

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