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Mainzer Bischof zeigt sich beunruhigt über "Machtfragen"

Kirche Mainzer Bischof zeigt sich beunruhigt über "Machtfragen"

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat sich angesichts der fortdauernden Debatte über die Besetzung von Ämtern in der katholischen Kirche beunruhigt gezeigt. "Allein dass wir über Zulassung zu Macht-Ämtern in der Kirche Jesu Christi diskutieren, zeigt, dass insgesamt etwas falsch gelaufen ist", schrieb er in einem Gastbeitrag für die Mainzer "Allgemeine Zeitung" (Mittwoch).

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Peter Kohlgraf während seiner Amtseinführung im Dom in Mainz.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Mainz. "Nicht nur die Frauen sind von vielen "Macht"-fragen ausgeschlossen, sondern auch die Mehrzahl der Männer, die ebenfalls nicht auftauchen, weil zu viele Themen von Macht über die Jahrhunderte an das Weiheamt gekoppelt wurden. Da ist noch viel zu verändern, auch in der Diözese Mainz."

Eine kleine Minderheit bestimme über eine große Mehrheit, schrieb Kohlgraf in dem Beitrag. Über die Frage der Priesterweihe für Frauen bekräftigte er die geltende Ansicht der Kirche. "1994 hat Papst Johannes Paul II. die Frage entschieden, Papst Franziskus hat die Aussage bekräftigt." Er sehe sich im Gehorsam der Aussage der Päpste. "Das bedeutet nun nicht, dass ich dem Thema der Frauenordination nicht intensiver nachgehen will und um Antworten ringe." In der Zeitung antwortete der Bischof auf einen Beitrag der Autorin Christiane Florin, die in ihrem Buch "Weiberaufstand" mehr Macht für Frauen in der katholischen Kirche fordert. Peter Kohlgraf wurde im August zum Mainzer Bischof geweiht, er folgt Karl Lehmann. Das Bistum erstreckt sich über Hessen und Rheinland-Pfalz.

dpa

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